Und mit ein wenig googeln findet man auch das ein oder andere Bild dieses Phänomens. Hier auch ein Beitrag aus der BIKE zu diesem Problem. Ich Zitiere hier mal: “Umso mehr überraschten die Ergebnisse […] im […] Prüflabor. Hierbei wird […] [mit] 115 Newton [Handkraft] innerhalb kurzer Zeit mehrmals abgebremst, bis […] [die Bremse] 40 Bremszyklen erreicht oder […] 400 Grad überschreitet […]. Bei beiden Shimano-Modellen, sowohl XC mit organischen Belägen, als auch in der Trail-Version mit Metallbelägen und Kühlrippen schmolz der Alu-Kern der Ice-Tec-Bremsscheibe und die Scheibe verformte sich. […] Der Praxistest bestätigte unsere Labor-Erfahrungen. Alle gefahrenen Ice-Tec-Bremsscheiben schmolzen innerhalb einer Testabfahrt […]. Der Alu-Kern wurde weich und drückte sich durch die Kombination aus großer Hitze und Druck […] heraus. Und das selbst beim leichtesten Testfahrer mit 75 Kilo und 180er-Scheibe.” BIKE 12/10 S. 62-69
Ob und in welcher form einm das Ganze in der Praxis passieren kann habe ich noch nicht herausfinden können. Auch nicht, ob Shimano seit diesem Test etwas an den Scheiben verbessert hat.
Die Shimano SLX ist auf jeden Fall eine nette Bremse, die sich angenehm anfühlt. Sie ist praktisch ident zur XT, nur fehlt offiziell die Druckpunkt-Einstellung. Mit entsprechendem Werkzeug kann man das aber trotzdem machen. Bei mir war die ursprüngliche Einstellung aber am besten.
Innerhalb von einer Woche in Teneriffa ist sie allerdings beschädigt worden und ist deshalb wieder beim Händler. Eigentlich hatte ich gehofft, dass sie weniger anfällig ist als die Avid Elixir 3, mit der ich letztes Jahr auch genügend Probleme hatte.
So jetzt hab ich ja auch eine Scheibenbremse am Oracle
Da ist eine Tektro Auriga drauf.
Letztens bin ich ein paar Höhenmeter runter gefahren und jetzt vibriert die Bremse.
Ich hab ein bisschen gegooglet und anscheinend ist das bei den Mountainbikern ein gängiges und schlecht zu lösendes Problem.
Kennt das wer?
Das blöde ist natürlich, dass die Bremse dann auch nicht bremst sondern nur Lärm erzeugt. Nach ein paar versuchen gehts dann wieder nur um beim nächsten Mal wieder nicht zu funktionieren
Kennt jemand das hier ?
Mit dem Einrad bremst man doch eh sogut wie nie bis zum Stillstand. Dass Bremsen eine Einbremsphase brauchen ist mit aber bewusst.
Am MTB war meine Einbremsphase mit der Avid Elixier R SLC damals ca. 200 km lang. Anfangs hatte die anlage nicht mehr Bremskraft als die alten V-Brakes und war aber butterweich zu dosieren. Auf den ersten 100km nahm die Bremskraft kontinuierlich zu, dabei verschlechterte sich aber die Dosierbarkeit. Dann hatte ich so richtig garstige Wurfanker. Auf den zweiten 100km blieb die Bremskraft dann bei diesem Maximum bei stetig verbesserter Dosierbarkeit. Seit dem hatte ich permanent super Bremskraft bei toller Dosierbarkeit.
Die Shimano SLX an meinem Muni war da schneller eingebremst und das einzige was sich im Verlauf der Einbremsphase veränderte war die Bremskraft die stetig zunahm.
Also das mit der üblen Bremskraft am Anfang ist ja normal. Ich bin dann eine Weile mit schleifender Bremse leicht abschüssige Wege runtergefahren und die Bremskraft wurde immer besser.
Am 29er ist allerdings das mit dem Geräusch recht unangenehm, sobald ich etwas stärker bremse. Ich habe schon Angst, dass mir der d’brake irgendwann einen Schwingungsbruch erleidet.
Daher überlege ich mir, wie ich die ganze Konstruktion an der Gabel abstützen kann, ohne ein Loch reinzubohren. Das sollte die Schwingungen dann deutlich reduzieren. Habe da schon eine Idee, aber keine Zeit
ich habe mich schon immer gefragt welcher marketing stratege damit wirbt das er ein neues wärmeableitungskonzept nach deutschen schnellzügen benennt…aber vielleicht sollte das eher ein subtiler warnhinweis sein das die bremse so gut kühlt wie die klimaanlage des ICE…
anscheinend gehen beide systeme auf hohe ingenieurskunst und langwierige praxistests zurück und erfüllen alle gängigen normen.
diese technologie scheint auch vorbild für die klimatisierung neuer bürogebäude zu sein
@charlie:
Ich glaube, beim Einrad “verglasen” die Beläge schnell durch längeres Fahren mit schleifender Bremse. Die Bremsflächen werden dann … naja, glasig eben. Nicht mehr rau. Und dann hat man dieses Rubbeln ohne Bremskraft.
Es könnte helfen, die Bremsflächen der Beläge mit Schmirgelpapier zu bearbeiten und dabei auch gleich die Kanten der Beläge etwas zu brechen.
Letzteres soll auch Quietschen verhindern.
Nun, das widerspricht sich. Jedenfalls hat meine Bremse in jungfräulichem Zustand so gut wie gar nicht gebremst. Da konnte noch nichts “glasig” sein. Und durch längeres Fahren mit schleifender Bremse wurde es besser - nicht schlechter.
So, den ganzen Thread gelesen, viel schlauer, aber was ist denn jetzt Stand der Dinge, welche Bremsen haben sich als gut erwiesen? Ich liebaeugel gerade mit der http://www.bike-discount.de/de/kaufen/shimano-slx-scheibenbremse-br-m675-b-ice-tec-vorne-25663 , die ja auch hier im Thread erwaehnt wurde, hat die bisher bei jemand Probleme gemacht von wegen schmelzen? Sonstige Tipps?
Bezüglich verschiedener Bremsen kann ich dir nicht viel sagen (außer dass die billige clarks skeletal die ich am Freewheel habe nicht gut bremst).
Aber Michael und ich sind vor kurzem durch Zufall auf super Beläge gestoßen! Wir fahren die Shimano Deore (also auch eher billig). Mit den Original Shimano Belägen sind wir nie glücklich geworden und auch die BBB haben nur 5000-10.000hm gehalten (je nach Wetter und Matsch).
Jetzt fahren wir mit Belägen von High Colorado. Meine halten nun schon knapp 15.000 hm und sehen immer noch gut aus (obwohl es die meiste Zeit geregnet hat). Und das tolle dabei, sie kosten nur halb so viel wie die Shimano (8,50 bzw 17,xx €).
Einziger Nachteil: Sie machen seltsame Geräusche. Michael meinte sie würden auch nicht ganz so stark bremsen, aber das wäre mir noch nicht wirklich aufgefallen, ein klein wenig vielleicht.
Also, ich hab die besagte SLX mit IceTec Belag und 160er IceTec Scheibe noch so im Einsatz, nach knapp 9.000hm Gefälle sehen die Beläge rein optisch noch genauso dick aus, wie das zweite Paar, das ich als Ersatz daliegen habe. Probleme oder Geräusche hatte ich bisher nie.
Danke für die Infos, hab jetzt die SLX installiert, erster Eindruck sehr gut, schnell und einfach installiert, schön dosierbar, Bremskraft darf gerne noch etwas steigen, aber bisher sehr zufrieden.
So ich habe jetzt meine Scheibenbremse auch abgestützt. Hugo hat mir beim RTB ja seine Lösung gezeigt.
(Ich finde das Bild von Hugo jetzt nicht mehr)
Beim Oracle gibt es leider keine Befestigung für die Felgenbremse mehr. Somit konnte ich keine so saubere Stütze bauen. :o
Als alter Pfuscher hab ich’s trotzdem hin bekommen:
Ich hab ein Stück ALU Rohr gekauft, dann mit 2 Hämmern, Einer zur Auflage, der Zweite zum Draufhauen und einer Handbohrmaschne ein bisschen herumgebastelt.
Es hat zirka einen Nachmittag gebraucht und schaut auch nicht sehr professionell aus aber:
Es Funktioniert
Die Bremse bremst jetzt super, quietscht etwas, aber die unangenhme Vibration ist vorbei.
Danke Hugo
Leider muss ich im Moment bis mitte Jänner pausieren, aber dann…