Sprüche die ihr sicher alle kennt

Diskussionswürdig! aber holla!

Schöne Beispiele, wie es gehen kann. Dennoch möchte ich anmerken, daß es mir eigentlich lieber wäre, solche Einschränkungsgebote zu respektieren, egal auch, ob jetzt 1 Rad oder 2 Rad oder gar 3 Rad. Ob defensiv gefahren wird oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
Es geht doch darum, in einer sich wild ausbreitenden Freizeit-Spassgerät-Generation mit ich nehm’ mir was ich will Mentalität ein paar sinnvolle Grenzen aufzuerlegen. Klar ist jeder einzelne von uns harmlos und will nichts Böses, aber wir sind halt auch viele…
Was ist mit dem Fußgänger, Wanderer, der seine Freizeitqualität darüber definiert, nicht ständig beiseite zu treten, freundlich zu allen Störenfrieden zu sein, um nicht als Spiesser zu gelten, und mittlerweile garnicht mehr weiß, wohin eigentlich gehen, um flanieren, staunen und sich eingebunden in die Stille oder auch Vielfalt der akkustischen Natur fühlen zu können. Mir geht es ja oft selbst so, daß mir -natürlich subjektiv nicht böse wollende und durchaus fröhliche Mitmenschen in die Quere kommen, wo ich sie nicht sehen will. Es gibt ausgewiesene Stecken für Mountainbiker in den Alpen, deren Routen ich mir vor der geplanten Wanderroute anschauen muß, um nicht ständig ‘nett beiseitezutreten’. Der Zufall will’s, daß sogar auf Strecken mit eindeutigen Verbotsschildern die Ausnahme (jeder einzelne ist ja wahrscheinlich nur einmal dort und hoppla - der Spaß steigt proporzional mit der Verbotsdringlichkeit) gern genommen wird.
Während wir möglichst leise durch die Pfade streifen, um vielleicht in den Genuss zu kommen, Gemsen zu beobachten oder Murmeltieren beim Spielen zu zuschauen, brettert lautstark die Horde bunter Biker vorbei, die mal lustig beschlossen haben, daß es ihr gutes Recht -man lebt ja nur einmal und Verbotsschilder sind was für die Doofen - auslebt, sich zu holen,was der Alltag nicht hergibt.
Sowas nennt man ohne jegliche moralische Wertung: Interessenkonflikt!
Das gilt für die Fußgängerzone ebenso wie für den Stadtpark. Mit den ewig störenden und stinkenden Autos (ich denke, das wird irgendwann überfällig sein) nicht genug, jetzt muß das schwächste Glied in der Kette, der gemeine Fußgänger, selbst in ihm ureigenstem Terrain erkennen, daß er die Rechnung ohne die Freizeitspasstiker (ein dreifach Hoch auf diese Wortschöpfung)gemacht hat.
Nun bin ich vieles und noch mehr. Ich will Spass mit Einrad und Fahrrad, wobei ich das zweitere eher zur notwendigen Fortbewegung in der Stadt benutze, und ich fahre auch Auto.
Ich will aber auch mal einfach nur gedankenverloren im Park lustwandeln, am Uferweg promenieren, durch die Berge stapfen…ohne ständig auf ambitionierte Drachenflieger, Freeclimber, Extrembiker oder eben auch auf dem Ultrakick befindliche Unicycler zu treffen, deren eigentliches Anliegen nicht das Naturerlebnis, sondern das Rekord-oder Ego-Erlebnis ist. Natürlich toll, wenn beides geht. Aber ehrlich, was steht im Vordergrund?? Habe ich das im Griff?
Gut! Was will ich trotz aller Polemik sagen? Ich denke, wir kommen um Einschränkungen uns alle betreffend nicht herum. Zumeist ist es auch sinnvoll, die endlichen Ressourcen aufzuteilen und zu schützen. Und seien wir ehrlich, wir brauchen uns nicht einzubilden, wir könnten klar erkennen, wo der harmlose Gebrauch und der fatale Mißbrauch von Naturresourcen abzugrenzen sind.
Ich plädiere also zum Schutze und Wohle des Fußgängers, Müßiggängers, Wandersburschen, des naturgegebenen Zweibeinertums und aller weiblichen Entsprechungen dazu, Ver- und Gebote zur Rücksichtnahme unbedingt einzuhalten. Da die Freizeitindustrie natürlich heftigst an der Aufweichung jeglicher Verbote 'rumlobbyiert, sollten wir wenigsten die die paar Einschränkungen zu der sich eine Kommunalverwaltung oder ein Tourismusverband durchringen auf ihre Sinnhaftigkeit durchdenken und ggf.eben auch mal einfach akzeptieren.
Nachtrag:Das Fass wird voller!
Polemik zweiter Teil.
Heute stand in der Zeitung, daß in Australien (nachdem nach einigen wenigen Unfällen schon im Frühjahr die Hatz auf Haie eröffnet wurde) wieder ein Surfer bei einer Hai-Attacke um’s Leben gekommen ist.
Klarer Fall - Ausrotten die Biester!!..

Also lieber Cyc, trotz allerliebenswertester alten Damen…,ich denke wir finden unser Spielfeld in Wald, Stadt und Turnhalle auch ohne den Originalitätsbonus der Unicycler, selbst unter Einhaltung der paar wenigen Verbote
Hardy

<OT>
Lieber Hardy,

solange es dir weiterhilft stehe ich dir immer gerne als Universalventil zur Verfügung.

Herzlichen Gruss
Cyc

PS: bei der Popcornfraktion entschuldige ich mich schon einmal vorsorglich :stuck_out_tongue: …
</OT>
PS2: … und bei den Sprüchelesern

Souveräne Antwort. Danke Cyc für die unfreiwillige Ventilier-Hilfe. Manchmal ist es ja schon ausreichend, wenn sich wenigstens irgend jemand zuständig fühlt…
Als Entschädigung für den ‘Mißbrauch’ des Threads kann ich hoffentlich bald wieder einen Spruch darbieten.
Wie wäre es derweilen mit einem Witz? Trifft ein plattes Einrad ein anderes in der Wüste…
Mit freundschaftlichen Grüßen
Hardy

Da muss ich dran denken, wie ich auf Föhr mal von der Promenade in den Sand gefahren bin… Fliegen ist so einfach :wink:

Heute Morgen bin ich auf dem Weg zur Arbeit in eine Verkehrskontrolle der Polizei geraten. Überwiegend wurden Autofahrer kontrolliert, vereinzelt aber auch Fahrradfahrer (von denen bei dem Sch…wetter sowieso kaum welche unterwegs waren). Ich wurde auch rausgezogen und als erstes mal nach meinem Führerschein gefragt, den ich gar nicht dabei hatte. Ich fragte zurück welche Führerscheinklasse ich den haben sollte, woraufhin der Polizist einen Rückzieher machte und auf den Führerschein verzichtete. Dann versuchte er krampfhaft, mein Einrad auf Verkehrssicherheit zu überprüfen, was ihm aber schwer fiel, da er gar nicht wußte, wonach er eigentlich suchen sollte. Erfreulich war, daß ihm meine Beleuchtung keinen Grund zur Beanstandung gab. Ich fragte ihn, warum er gerade mich auserwählt hat und er meinte, daß es üblich sei, auffällige Verkehrsteilnehmer verstärkt zu kontrollieren. Ich zeigte mich natürlich empört und dementierte, auffällig zu sein, woraufhin er meinte “Bei dem Wetter ist jeder auffällig, der nicht im Auto sitzt.” Das Wort Einrad ist bei der ganzen Aktion nicht ein einziges mal gefallen. :slight_smile:

Gestern in der Straßenbahn. Ich habe mich in einen 4er-Sitz gesetzt, weil da noch schön Platz war, das Einrad neben mir.
Im 4er-Sitz nebenan und in meinem saßen insg. 5 junge Männer, die gerade ihre Meisterprüfung abgelegt hatten und schon ein bisschen angeheitert waren. Sie haben mich sofort auf das Einrad angesprochen und mehrere Fragen gestellt, wie man bremst und so, das übliche halt.
Dann kam der eine mit: “Bekommt man für das Ding eigentlich Ersatzteile in einem üblichen Fahrradladen?”
Alle haben sie gelacht und einer meinte sofort: “So einen Schrott hörst du bestimmt ständig” :smiley:

gestern auf der strasse auf dem rückweg vom arzt:

“du hast da was vergessen”
oh no, dachte ich nicht schon wieder, aber dann kam:
“den lenker!”
da musste ich dann doch mitlachen

Ich verließ zeitgleich mit zwei anderen Leuten das Haus, mit meinem Freestyle unterm Arm. Er: “Na, Fahrradfahren?” Ich: “Äh, naja fast…” (Dachte nur: Einrad, nicht Fahrrad!). Er dann: “Ach so, ja, halbes Fahrrad!” Guter Versuch, aber nein, immer noch nicht. Ich hab nichts mehr gesagt, nur noch nett gelächelt…

nett Lächeln ist die wissende Variante von blöd Grinsen!!

Naja, nett lächeln muß man/frau erst auch mal hinkriegen. Der Sportsfreund war wohl schlicht ein bisschen überfordert beim netten Smalltalk.:wink:

Ich mußte heute gleich zweimal erzieherisch tätig werden.

Zuerst fahre ich in einem Kreisverkehr als ein von außen kommender Autofahrer wild hupt und gestikuliert was vermutlich soviel heißen sollte wie “Verschwinde hier, jetzt komme ich.” Nach meinem Verständnis des deutschen Verkehrsrecht hatte ich allerdings Vorfahrt als derjenige der schon im Kreisverkehr war, zumal der Autofahrer ein Vorfahrtachten-Schild vor sich sehen konnte. Ich steige also unmittelbar vor ihm ab, lehne mein Einrad an seine Kühlerhaube und klopfe freundlich an sein Fenster. Er blökt mich erst mal an, was mir eigentlich einfällt und ich versuche ihm das beizubringen, was in der Fahrschule wohl versäumt wurde. Dafür hat er allerdings so gar kein Verständnis und vertritt die Auffassung, daß motorisierter Verkehr (also er) generell Vorrang vor nichtmotorisiertem Verkehr (in dem Fall ich) hat. Ich bot ihm dann an, ihn bei der Anmeldung zu einer MPU zu unterstützen. Aber ich glaube, das hat er nicht verstanden.

Keinen Kilometer später fahre ich auf einem Fuß-/Radweg, der vollständig von einem Kleinlaster einer örtlichen Baufirma zugeparkt ist. Hinterm Lenkrad sitzt einer von den Typen, bei denen ich mich frage, ob der Mindestlohn wirklich so eine gute Idee ist, und raucht. Ich rufe ihm zu “Das ist ein Weg, kein Parkplatz.” Er “Wir arbeiten hier.” Wir war vermutlich als Pluralis Majestatis zu verstehen und arbeiten hat er wohl auch recht frei interpretiert. Ich erwiedere “Könnten Sie ihr Auto bitte trotzdem etwas zur Seite fahren, damit man hier durchkommt?” Er “Mit so einem affigen Gerät und dann noch Ansprüche stellen …” Leider kann man diese Geschichte mit Nennung des Namens seiner Firma jetzt in unserer firmeninternen Newsgroup nachlesen. Und da wir hier in der Gegend der mit Abstand größte Arbeitgeber sind und diese Newsgroup von sehr vielen Leuten in der Region wahrgenommen wird (auch von solchen, die nicht hier arbeiten, weil fast jeder einen kennt, der einen kennt, der hier arbeitet), vertraue ich darauf, daß sich dieser Spruch in seinem Auftragsbuch bemerkbar macht.

Haha, du solltest echt umschulen … auf Verkehrspolizist … das wäre dann die erste Einradstreife :wink:

Und ich dachte immer, das sei ein kölsches Phänomen. “Das geht mich nichts an (soll heißen: ist mir egal), ich muss hier arbeiten.”

Organisierst du mir dann ein Blaulicht zum auf den Kopf setzen mit Kinnriemen, damit es nicht runterfällt? :smiley:

Ich glaube, es ist eine weltweit verbreitete Einstellung, daß die bloße Behauptung von Arbeit alles und jedes rechtfertigt und alle anderen Leute natürlich nur zu ihrem Vergnügen unterwegs sind.

Kannst ihn mir ja mal genauer beschreiben. Das sind meist diejenigen,
die bei mir hier bei der Arbeit klingeln und eigentlich zur MPU-Stelle

  • auf der anderen Straßenseite
  • am anderen Ende der Straße
müssen und
  • dem mitgeführten Wisch nach auch schon 25 min „über” den Termin sind,
  • meist nach Kippe stinken
  • und nicht mal auf den Trichter kamen, die dort aufgeführte Tel.nr. mit ihrem Smartphone anzurufen.

Wenn deiner dann hier klingelt und fragt, schicke ich ihn gerne mit
Inbrunst noch weiter weg, damit er den Lappen ja nicht wieder be-
kommt.

Sauber! Mache ich seit längerem genauso konsequent.

Betriebswirtschaftlich sinnvoll, volkswirtschaftlich wird
der Typ dadurch vermutlich leider zum noch größeren
Schaden, da er dann in ’ner sinnlosen ARGE-Maßnahme
landen und locker 4 TEUR/Woche kosten wird.

Auch für verarmte Produktmanager noch erschwinglich.

Autonome Fahrzeuge sind auf dem Vormarsch :wink:

Vielleicht ist das bereits Teil der Prüfung?!

Und wie hält das Teil auf dem Kopf? Die Spardose ist allerdings praktisch. Da können Verkehrssünder ihr Busgeld dann unmittelbar einwerfen.

Müssen alle Verkehrssünder anschließend kostenpflichtig mit dem Bus fahren? :thinking: ;):smiley:

Muß ich jetzt 100 mal “Bußgeld” schreiben?

Ok:

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Brav! Das gibt einen Gummipunkt extra! :slight_smile:

Wie oft hast du STRG+C und STRG+V gedrückt? Bestimmt nicht 99 mal, oder? :wink:

Sicher nicht. 100 < 2^7. D.h. mit 7 Kopiervorgängen ist das erledigt.