Danke erstmal an alle, die sich von diesem Sauwetter nicht abhalten ließen, die Sache tatsächlich anzupacken. War ein schönes Gruppenerlebnis für MMM und mich mit Euch zu fahren.
Ich nehme die ganze Aktion, einschließlich der Spezi, mal als Teaser für nächstes Jahr, wo uns dann bei Sonnenschein und herrlichstem Ausflugswetter (wer hat eigentlich den Blödsinn vom garantiert traditionell guten Wetter verzapft? -einmal entschlossen Schämen bitteschön) die Schmetterlinge und Bienchen um die Nase sausen werden.
Danke Jockie für die Bilder und Yeti für die super Ausarbeitung der Tour.
Die Daten:
für MMM, AEV D.,Hardy und Jockie sind es rund 34 km Strecke bei einer reinen Fahrzeit von 3h 10min und einer Durchsschnittsgeschwindigkeit von 10,6 km/h gewesen.
Für Yeti dürften es insgesamt etwa 72 km Strecke gewesen sein.
Schönen Sonntag noch und Gruß an Peter aus HD.
Hardy
Mein GPS sagt, daß es hinwärts 34,9km waren und zurück 35,5km (ich bin am Anfang in Germersheim etwas anders gefahren und bin einmal bei einer Abzweigung ca. 200m zu weit gefahren die ich dann wieder zurück mußte).
Laut meinem GPS Track (Hinweg) wars eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 12km/h (Pausen rausgerechnet; da ich ab und zu etwas vorgefahren bin und dann wieder gewartet habe, kann es durchaus sein, daß mein Durchschnitt höher liegt als deiner), reine Fahrzeit 2:54h plus Rumstehzeit 1:20h.
Tut mir Leid AEV D, ich wollte wirklich mit und ich war auch noch locker bis 8 Uhr wach gelegen. Daran ists nicht gescheitert, ist nur so, dass ich (auch wenn die schriftlichen um sind) Prüfungen habe und nicht noch kranker werden sollte als ich schon war bzw immernoch bin… Bei Regen geht sowas ziemlich schnell.
Wenigstens hattet ihr einen schönen Tag und nächstes Jahr bin ich dabei, da kann ich um die Zeit so krank werden wie ich will
Ich hoffe ihr hattet Spaß
Die Spezi ist schon geil. Jedes Jahr muss ich aber nicht hin bei der Anfahrt.
Solltet ihr nächstes Jahr wieder hingehen, wär ich dabei.
“wenn schon Stützrad, dann richtig”?
Allerdings. Da brauchts schon zumindest eine ab-und-zu-Anwendung.
Zum Beispiel Langstreckenfahrten, wie deine abgebrochene nach Brixen. Stell dir vor du kurbelst den Pass im 0,8m-Gang (sowas haben praktikable Einräder gar nicht) ganz konzentrationsfrei und knieschonend hoch, die eine Hand lose am Lenker, die andere das nächste Lied auf dem Musikspieler wählend, oder das GPS bedienend
Bambus:
An Bambus ist zwar elegant, dass es schon in Rohrform wächst, aber es spricht auch viel dagegen:
Alle Fasern längs -> null Torsionssteifigkeit [edit: Festigkeit mein ich. Steifigkeit wär halb so schlimm]
gibts nur als Rundrohr (schlecht von der Baubreite der Gabel her), Konifizieren: schlechte Idee
Rissausbreitung nicht grade gutartig, 100%-Prüfung der Halbzeuge unbedingt nötig.
Ich würde eher gewickelte Furnierrohre nehmen, in Ovalform wie die Gabelbeine und Hinterbaustreben bei dem Fahrrad im Bildanhang.
Die Fasern laufen diagonal. das Bauteil ist dann vergleichbar mit üblichen CfK-Gabeln. Es wurde Esche gewählt. Bambusfurnier gibts aber ja auch.
Etwas mehr Info dazu hier: [PDF, 440 kB]
Die metallene Gabelkrone zu ersetzen wird wohl ein bisschen schwierig. Ich würds in der Mischbauweise belassen, schaut doch prima aus mit der Muffe. Man könnte die noch farblich betonen wie bei der Windcheetah (kann man bildergooglen, lohnt sich ;)).
Vielleicht ein Problem wär bei Holzrohr noch die Sattelklemmung. Holz ist quetschempfindlich.
Die wär’ doch sowieso nicht Einrad gefahren, sondern Stützrad statt Auto.
Erzähl 'mal bitte!
War M… 'mal wieder nicht ausgelastet? Oder hat sie jockie gezogen, geschoben…?
Auf dem Bild ist das aber eindeutig ein 24er Qu-ax mit dünnem Reifen. Oder ist er dieses (so langsam) gefahren als ob 's ein 20er wäre?
Wann ist er denn ausgestiegen bzw. umgekehrt?
Das war doch von Anfang an so geplant.
Selber Schuld, Du fährst einfach zu schnell für den Rest der Truppe!
Wenn du Lust auf “mal was anderes” in liegend hast, ersetz doch einfach deinen Hochkippelkurzlieger durch aweng was geileres. In gebraucht.
Ich bin jetzt mit meinem zweiten Lieger deutlich zufriedener als mit dem ersten, ist ein Flux S-Comp in der älteren 451/451-Version. Optisch nicht viel Unterschied zum Grasshopper, aber vom Fahrspaß her viel toller, aus einer Reihe von Gründen die sich aufaddieren.
Sie war ausgelastet, aber nicht überlastet. Als wir dort waren, fragte ich sie im Spaß, ob sie wieder mit zurückradelt. Was sie spontan bejahte. Allerdings legten ihre Eltern Veto ein.
Kurz hinter Walldorf hat er umgedreht. Das Tempo paßte einfach nicht zum Rest und er zeigte schon deutliche Verschleißerscheinungen. So wären wir nicht in Germersheim angekommen.
Ja. Aber trotzdem traurig, oder?
Ihr müßt euch einfach alle schlumpfen. Wenn ihr 10 Naben auf einmal kauft, gibts sicher auch Rabatt.
Ich bin mit meinem Liegerad ja gar nicht unzufrieden und fahre es sehr gerne. Nur kanibalisiert das halt das Einradfahren und fast immer gewinnt das Einrad, so daß das Liegerad recht selten zum Einsatz kommt. Unter diesen Voraussetzungen will ich es weder durch ein anderes Liegerad ersetzen noch ein zweites danebenstellen. Wobei, wenn sich ein gutes Angebot findet, mein Liegerad gegen ein Scorpion einzutauschen würde ich sicher ja sagen.
Ich kann mir vorstellen, dass das bei ’ner Fachwerkbauweise ähnlich der Nimbus-Gabel funktionieren kann. Ich denke aber, dass das dann wieder jegliches Gewichtsersparnis auffrisst.
Zu groß will man die Gabelrohre ja auch nicht dimensionieren müssen, da man sonst mit den Schenkeln oben kaum noch Platz hat … und den Lagerabstand kann man auch nicht beliebig breit machen, ohne gleich auch noch ’ne neue Nabe entwerfen zu müssen. Metallene Muffen oder Hülsen für die Lager wird man dann ja auch wieder brauchen.
Bei ’ner normalen Gabelbauweise mit zwei Gabelrohre, -krone und Sattelrohr sehe ich auch eher schwarz.
Bei den Holz-Zweirädern fällt einem ja auf, dass kaum jemand sich traut, eine Gabel aus Holz zu machen … wobei natürlich die Hebelkräfte bei einer Einradgabel deutlich geringer sein dürften.
Spezi selbst:
Ich fand’s arg liegeradlastig. Ich hätte ein bisschen mehr von der Lastenradfraktion (Transport) und von den Handicaplern erwartet.
Allerdings weiß ich nicht, woher die Zusammensetzung rührt … evtl. liegt das sogar am vorhandenen Platz und der Reihenfolge der Ausstelleranmeldungen.
Die große Ansammlung an Renneiern kam mir unrepräsentativ [groß] vor. So häufig sehe ich die jetzt nicht auf den Straßen. Bei denen habe ich jedenfalls keien bahnbrechende Innovation ggü. vor 15 Jahren wahrgenommen. Scheint, als wären die auf ’nem evolutionären Plateau angelangt.
Bei den Liegerädern fand ich die Gepäckkapazitäten echt arm. Meiner Denke nach eignen die sich doch hervorragend für längere Touren oder Radurlaube. Wenn man schon die vielen Nachteile in Kauf nimmt, kaum von anderen gesehen zu werden, mehrspurig zu sein und selbst auch nicht mehr als Schlaglochoberkanten, Grasnarben und Auspuffrohre zu Gesicht zu bekommen, dann könnte man doch wenigstens im Totwasserbereich hinter der Liege noch Cargo anbringen. Jaja, Anhänger … aber dann wird’s echt sehrvielrädrig.
Die große Ansammlung an Renneiern kam mir unrepräsentativ [groß] vor. So häufig sehe ich die jetzt nicht auf den Straßen. Bei denen habe ich jedenfalls keine bahnbrechende Innovation ggü. vor 15 Jahren wahrgenommen. Scheint, als wären die auf ’nem evolutionären Plateau angelangt.d Grasnarben
Das ganze Ge-E-e der Räder finde ich langsam ein wenig affig. Dass sich mittlerweile Otto Normal in den 30-er Lebensjahren schon ’nen Tiefeinsteiger mit Elektronabe holt und sich dann für besonders öko hält … sich dann aber wundert, dass das einzige, was abnimmt der Kontostand ist … naja.
Wie Hardy meinte: „Die glauben auch alle, die Akkus wüchsen auf Bäumen“.
Natürlich immer noch etwas besser als tote Tiere (eher Dinosaurier, weniger Tiger) in den Tank zu packen.
Der Testparcour hat viel Spaß gemacht, auch wenn manche Tester da echt ’nen fragwürdigen Fahrstil an den Tag gelegt haben.
Die umgeschweißten Spaß-Räder vor Halle III waren eeecht super. Ich brauche unbedingt ein Swing-Bike bzw. ein Schweißgerät!
Das STRINGBIKE mal in natura zu sehen, fand ich auch nett. Kam leider nicht dazu, ihn nach dem Wirkungsgrad zu fragen. Bei Rad ohne Kette bleibe ich aber vorerst lieber meinen Fendt Cardano treu.
Die dogmatische Haltung einer Hand voll Aussteller fand ich (wertungsfrei) amüsant. Die von der Firma son (VR-Dynamonaben) haben eigenem Bekunden nach kein eigenes Auto. Ihre Späne fahren sie mi’m Leiterwägelchen zum Metallverwerter in der Nachbarschaft, und zu Messen fahren sie mit CarSharing.
Klar, die ganze Lieferkette ist dann wieder fossil.
1–2 Aussteller in Halle III sind wohl auch per Muskelkraft angereist.
Das mit der Lieferkette bringt mich auf den Gedanken, dass es zumindest im Sommer gar nicht so abwegig wäre, eine Art Fahrrad-Zustellnetz aus Tourenradlern zu machen. Die bekommen dann auch ’nen gewissen Obulus für die kleinen Umwege von ihrer geplanten Route … und einige Fahrradläden fungieren dann als Depots und fürs Tracking.
@ Fachwerkgabel aus Bambus: Ja stimmt, mit Fachwerk noch am ehesten. Torsion lässt sich so vermeiden wenn mans schlau anstellt, weniger breit wirds auch. Bei mir könnts ne Weile halten Bei Wolfgang wohl nicht…
Um Renneier zu entschlüsseln hab ich eine Weile gebraucht. Velomobile assoziier ich absolut nicht mit Rennen.
Gleichwohl sie die effizientesten Räder sind die es gibt und Rennräder recht locker in die Tasche stecken, wenns beliebt unter Mitnahme eines beachtlichen Einkaufs. Ich reden von den schnellen.
Nun, Velomobile sind 1. teuer und 2. ein explodierendes Segment. Kommt ja aufs laufende Geschäft an und nicht darauf wieviele rumfahren, also auf Repräsentation.
Da könntest du falscher nicht liegen, man muss aber bei rein oberflächlicher Betrachtung im Vorbeischlendern zwangsläufig zu diesem deinem Schluss kommen.
Kopf-Draußen-Bauweise und Tadpole hat sich jetzt halt durchgesetzt. Das sieht man von außen, sie sehen jetzt alle vergleichbar aus wie Quest oder WAW, und die gibts schon eine Weile.
An der Effizienz gemessen, Aerodynamik, wie schnell bin ich mit 150W und diesen Reifen, hat sich in den letzten 5 Jahren viel viel getan!
Ich glaube der Milan SL ist grade mal so alt. Der ist deutlich messbar schneller als das Quest, das lange Zeit Stand der Technik war. Mit dem hat der kürzlich verstorbene Christian von Ascheberg 2010 seinen 24h-Rekord (50er Schnitt) aufgestellt. Dann kam Daniel Fenn, ein richtig bekloppter Mensch, mit Evo K und danach Evo Ks. Die Fahrzeuge haben keine Rekorde zu verzeichnen mangels eines ähnlich starken Fahres wie Ascheberg der sie fährt, sind aber nochmal messbar schneller. Wenn man Fenns eigenen Messungen vertraut, was ich tue. Wie gesagt, er ist bekloppt. Auf diese Weise.
Soweit zu “Endgeschwindigkeiten”. Bei anderen inneren Werten hat sich auch in jüngster Zeit viel bewegt. Z.B. Gewicht und Antriebssteifigkeit. Zu ersterem mal so die Größenordnung wie sich der Stand der Technik verschoben hat: 20kg Evo-K statt 35kg Quest. Größenordnung. Vergleiche sind immer schwer, jedes hat andere Teile.
[Edit] Noch zu erwähnen sind die neuen Reifen. Jetzt gibts richtig schnelle 406er Reifen. Davon profitieren die Velomobile am meisten. Wenn deine Aerodynamik so richtig gut ist, dann ist halt bei 50 über die Hälfte der Widerstandskraft Rollreibung. Und an der lohnt sichs dann zu arbeiten.
… ja, tun sie …
Du hast Dreiräder vor Augen? Gibt ja noch andere.
Das ist mir bisher so nicht aufgefallen, mein Lieger ist mit der Kopfhöhe eines Mazda-MX-5-Insassen aber auch nur ein Semitief. Bedenke nur, die meisten Lieger sind noch höher als meiner und befinden sich im Wertebereich von klassischen Autos die weder Hochdach noch SUV sind.
Ich finde aber, bei höher als Semitief und ausgewogener Radlastverteilung leidet die Bremsfähigkeit schon zu sehr. Einige von diesen Hochliegern bremsen fast oder genauso schlecht wie Aufrechträder! Da ist bei Gefahrbremsung sofort das Hinterrad oben.
Ist so’n bisschen die Mode, wenn dir das bei den Vorführrädern aufgefallen ist. Die vollgefederten Spediteursräder gibts nach wie vor in sehr großer Auswahl, zu kaufen. Streetmachine, Speedmachine, Grasshopper, Flux-Tourenräder, Challenge Tourenmodelle, Azub… etc… etc… die schleppen Gepäck hervorragend!
Wenn du an Rädern nach Gepäckkapazität suchst, schaust du aber vielleicht auch falsch. Gibt noch ein paar versteckte Optionen:
Lieger die hinten hart sind brauchen in der Regel keine Sonderträger. Bei jedem ungefederten Zox, Bacchetta, Troytec und sonstwas kannst du dir einen handelsüblichen Träger für Aufrechträder drandenken. Man braucht nur die entsprechenden Gewindeaugen.
Diese unscheinbaren Stummelträger die z.B. an Challenge Sporträdern/Rennrädern dran sind, da denkt man sich “was soll man denn damit? Passt gradmal eine Brotzeitdose drauf”.
Nun, wenn der Lieger nicht ganz tief ist, nehmen wir ein Challenge Furai, können wir da die Radical Bananentaschen L drantun. Die fassen 70l. Dazu eine Toptasche und äußeres Zurrgut. Auf Tour ist das eine hervorragende leichtgewichtige Lösung. Meine reizende Assistentin - Applaus für meine reizende Assistentin - führt diese augenblicklich im Anhang vor. Oh, sie hat ja nur die M-Taschen. Sei’s drum.
Wenn man mal, bei der reiseradüblichen Ortlieb-Panaschiertechnik, das ganze Geröhr und die schweren Ortliebtaschen zusammenrechnet, ist der Unterschied deutlich.
Im Alltag sind Hakentaschen freilich genial, und ich würde Bananantaschen da keinesfalls haben wollen. Mein kleiner das Rad nicht verschandelnder Rohrträger karrt mir täglich brav eine 30l[Korrektur: 20l]-Tasche zur Hochschule. Auf der anderen Seite hab ich noch Platz für mehr.
Ich kann übrigens auch das 26"-Muni prima unzerlegt ans Rad zurren. Laufrad neben den Träger, Sattel nach vorn unter den Hintern und ein bisschen verdrehen damit er in der Kurve nicht aufsetzt. Beim Aufrechtrad geht das nicht, da ist immer der Pedalkreis im Weg. Bei vielen anderen Sperrgütern genauso.
Läuft das so ab? Ich weiß es ja nicht. Nützlich finde ich das Zeug auf jeden Fall.
Ich hatte vor Jahren mal eine Pendelstrecke von 20km, von der die Hälfte echt eklig war. Z.B. eine zweispurige, hochbelastete Straße ohne Radweg wo man immer eine ordentliche Kolonne hinter sich hat. Da wär so ein Gasgriff schon gut gewesen, um die Frequenz gefährlicher Überholmanöver zu senken.
Mir fällt da auch das Beispiel von einem aus dem Forum ein, der auch als fitter Fahrer mit dem Milan SL (Rekordfz. s.o.) auf seiner Arbeitsstrecke nicht glücklich wurde, aus ähnlichen Gründen. Jetzt fährt er ein Alleweder 4 als “S-Pedelec” (Schub bis 45 km/h) und scheint zufrieden. Das Ding reibt mehr an der Luft als der Milan, ist aber wurscht mit einem halben elektrischen Kilowatt (ein Achtel eines Rasenmähers! Das ist schon gewaltig für ein Fahrrad), er ist auf die Weise trotzdem schneller.
Gleichwohl scheinen mir Pedelecs als das Allheilmittel für die alten Leute nicht ganz überzeugend. Da kriegt die klapprige Oma so ein 25kg-Monstrum das sie schon im Stand und beim Schieben kaum kontrollieren, kann. Bram Moens von M5 Ligfietsen hat seinem Mütterle ein 7kg-Damenrad laminiert… sowas gibts leider nicht zu kaufen! Ließe sich je nach Topographie ja noch mit einer “milden” und leichtgewichtigen E-Unterstützung ergänzen.
Ich find die Riemen ganz ok, sind recht leicht und in sich sehr effizient (benötigen aber halt wieder Getriebeschaltung…).
Liegerad, da war doch was , das steht doch bei mir in der Garage
Wurden leider seit wir Einradfahren sehr vernachlässigt unsere beiden HP-Velotechnik Streetmachines (noch nicht mit Alu-Rahmen). Mit denen ist es herrlich Tourenfahren, Gepäck bringt man reichlich unter (in unserem Fall sind große Ortlieb-Taschen hinten und entweder kleine Ortlieb-Taschen links und rechts unter dem Sitz oder Bananentaschen links und rechts).
Übersehen wird man mit den Streetmachines auch nicht (auf Augenhöhe mit “normalen” Autofahrern und super Ausblick.
Muß ich ganz schnell abstauben und Jahreswartung machen dmait wir mal wieder mit den Liegern ein paar Touren fahren. (schwärm)
Danke für die ausführlichen Ausführungen! Da hast du wohl recht … wenn man nicht in der Materie steckt, dann sieht man die Entwicklung gar nicht. Andererseits hat dann die Öffentlichkeitsarbeit auf der Messe halt auch ein wenig versagt rausred
Ich sehe das alles vermutlich ein wenig arg klassisch. Ich mag Getriebenaben (Torpedo, yeah), dauerfeste Stahlrahmen, gemuffte Rahmen und wartungsarme Dauerlösungen.
Der immense Leichtbau geht imho halt häufig auf Kosten der Dauerhaftigkeit und Eigenwartbarkeit der Anschaffung. Klar muss irgendwer auch noch den Konsumkapitalismus aufrecht erhalten. Andererseits freue ich mich auch immer wieder, morgens vor dem ersten Kaffee die lahmen Fahrradkuriere mit ’nem Halbrenner aus den 60ern zu versägen … und Kuriere setzen seltsamerweise auch irgendwie auf altes (schweres) Gelumpe, und das eben nicht nur aus Lifestyle-Gründen.
Bei den Liegedreirädern finde ich’s halt schade, dass da nicht schon von vorneherein taugliche Rahmenzüge als Gepäckfläche angebracht sind.
Den Rahmen hinten ein wenig länger machen, eventuell variierbar in der Länge. Die Gepäckrohre flott abnehmbar mit 3–6 Schrauben und alles alltagstauglich sicherbar mit einem Vorhängeschloss, möglichst ein paar Bohrungen in den Streben. Zwischen den Gepäckrohren ein austauschbares Holzbrett, in das man alle ungeniert an Löchern bohren kann, was man will und braucht.
So könnte man die Geschwindigkeit und Standsicherheit eines Liegedreirads mit der Flexibilität eines Yuba Mundo verbinden. Morgens die Kinder zur KiTa transportieren, dann das olle Paket bei der Post abholen, mit der abschließbaren Kiste flott noch den heimischen Kühlschrank für zwei Tage füllen. Am Wochenende dann ’ne Ausfahrt … mal mit Grillzeug im Gepäck, mal ohne. Und das ganze Geraffels darf dann auch noch 25 Jahre halten bis man sich den kleinen Riss im Rahmen von ’nem Kumpel wieder schweißen lässt.
Ach ja … fliegen und schwimmen können soll’s natürlich auch noch.
Bevor du jetzt wieder „gibt’s doch, alter Nörgler, mach die Augen auf“ schreist, habe ich mal den „Die Schräge-Liegeräder-Galerie“-Thread im velomobilforum durchgeschaut. Es gibt schon allerhand fetziges Zeug. Nur auf der Spezi habe ich halt nichts Erwähnenswertes in o .g. Richtung von der Stange gesehen.
Das „ICE Sprint X Cargo“ geht ein wenig in die Richtung, aber ist mir nicht konsequent und dauerrobust genug.
Das Anhängerbild kann ich mangels Account in dem anderen Forum nicht anschauen.
Will jetzt auch nicht an der Messe herumnörgeln. Fiel mir nur auf. Könnte mir vorstellen, dass sich soetwas auch verkauft.
Alu wird bei den Liegern schon sehr exzessiv eingesetzt. Bin da auch skeptisch, eben wegen Dauerschwingfestigkeit. Stahlrahmen gibts z.B. bei Flux, Nazca, Velomos "Hi-"Rädern, diverse Amis.
Mir scheint, es gibt depperten Leichtbau und es gibt klugen Leichtbau.
Eine leichte Kurbel ist prima, als sich drehendes unwuchterzeugendes Nichtverschleißteil lohnt sich das richtig. Teure Red-Elite-Ace-Drölffach-Blitzverschleiß-Blätter dran find ich weniger schlau.
Den Zusammenhang zu Wartbarkeit seh ich irgendwie nicht…? Bzw. mir fallen diverse widersprüchliche Beispiele ein wo mal die Stahl-Hollandrad-Technik besser wartbar ist und mal das “coole” Material. An Nabenschaltung und Trommelbremse würd ich mich z.B. nicht rantrauen. Kettenschaltung einstellen und erneuern geht schon.
Frühkeynesianismus - im Volksmund hält er sich.
Da die Waffen gleich sind, werdens wohl doch die Glukosespeicher sein…
Ich kann dir folgen. Mir gehts mit den Dreirädern selber so, dass ich sie eh nicht “cool” find, also würd ich mir da auch ein konsequentes Arbeitspferd vorstellen. Es ist stimmt schon dass der Markt kein “Longjohn-Liegetrike” bietet.
So als Sperrgut-Lastendreirad fällt mir das Flevo-Trike ein. Ist sehr wenig tief (dafür neigend)… Hier ein schöner Eigenbau. Python-Trikes find ich sehr charmant. In Russland wird ähnliches gebaut.
Das gibts alles nicht zu kaufen. Das heißt, das Flevo-Trike früher schon.
Dann gibts noch die russischen Frontantriebs-Tadpoles [Beispiel], da könnte man im Prinzip verschiedene Hinterbaumodule dranstecken, weil hinten eh keine Technik ist. Z.B. auch ein zweirädriges das einem Kinderanhänger ohne Deichsel entspricht. Sowas wurde als Flevotrike schon umgesetzt.
Geschwindigkeit darfst du dann glaube ich nimmer erwarten…
Ach so.
Diese Longtail-Erweiterungen sind mir auch nicht geheuer.
War ein Extra Wheel, in der älteren Version mit Gepäcknetzen.
Wenn ich mal kurz einhaken und etwas abdriften dürfte, aber ich würde gerne andere Meinungen hören und Jockie schrieb kürzlich:
Gerade lese ich in der Zeitung “Radelnde Werbung für das eBike. Studenten besuchen auf 1000km-Tour Freiburg”. Und weiter im Text kann man lesen: "Die Tour ist Teil des Hochschulprojekts e2rad (Dualen Hochschule Ravensburg) und soll das Thema Elekrtomobilität noch stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken und die Vorzüge von eBikes aufzeigen. Das Motto lautet “elektrisch gedopt - mit dem eBike durch Europa”. Auf einem Bild sind ein knappes Duzend gesund und fit aussehende Studenten im Radlerdress hinter ein paar eBikes zu sehen.
Da Frage ich mich, ob ich was verpasst habe. Hat man eben nicht gerade wieder die Diskussion nach einem atomaren Endlager angestossen? Schreitet der Ausbau der Windenergie nicht deutlich langsamer voran als gewünscht? Speisen die Strom ein oder nehmen sie den aus der Steckdose?
Wenn sie die Tour mit körperlich behinderten oder alten Menschen machen würden, dann hätte ich kein Problem damit, aber ich fürchte, dass hier unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft genau die falschen Signale gesendet werden.
Ums gleich vorwegzunehmen: ich finde Pedelecs doof. Zumindest für mich. Aber es gibt eben durchaus Menschen, bei den die Alternative nicht heißt, (nur) aus eigener Körperkraft strampeln, sondern Auto fahren. Sei es aufgrund von körperlichen Voraussetzungen oder Bequemlichkeit. Und für solche Menschen halte ich Pedelecs für durchaus sinnvoll. Abgesehen von praktischen Argumenten, die Ewok schon genannt hat
gibts immer wieder dahingehend Kritik, daß die Dinger Strom verbrauchen und die Akkus produziert werden müssen. Beides ist sicherlich wahr. Allerdings ist der Energieverbrauch relativ niedrig. Verglichen mit anderen motorisierten Individualverkehrsmitteln sogar extrem niedrig. Das ist m.E. eine vertretbare Sünde. Was die Herstellung der Akkus betrifft, bin ich mir noch nicht so recht im Klaren, was das für Implikationen hat. Aber auch hier gilt, daß für fast alle anderen Fahrzeuge ähnliche oder sogar üblere Produktionsvorgänge gebraucht werden.
Unterm Strich bin ich dafür, jedem ein Pedelec in die Hand zu drücken, der das akzeptiert und der damit glücklich wird. Egal ob das nun die klapprige Oma oder der sportliche Student ist. Die Alternativen sind meist schlechter, sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt.
Und daß die mit Studenten werben mag aus werbetechnischer Sicht klug sein oder ein Griff in die Schüssel. Aber die Botschaft halte ich für ok.