Ich bin durch und durch ernst und noch schlumpfe ich ja nicht.
Bin demnächst erstmal Schlumpf-Anfänger.
Gruß zurück
ernst
Ich bin durch und durch ernst und noch schlumpfe ich ja nicht.
Bin demnächst erstmal Schlumpf-Anfänger.
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ernst
29"
Wie ist das denn jetzt, mir wurde ein Schlumpf an Herz gelegt, damit ich weiter Muni fahre. Ich brauche den Bremsscheibenflansch innen und will eine Schaltung unter dem Sattel - das Schalten per Schuh kann mir echt gestohlen bleiben. Preis ist auch völlig utopisch - rein durch die Monopolstellung und die “Verrücktheit” der Einradler ging die über die Ladentheke. ZB die 8Gang Alfine kostet 180€ und hat deutlich mehr Teile als die Schlumpf. Ich würde sagen, so 300-400€ wären durch die Kleinserie noch gerechtfertigt - aber über 1000
Wie sieht das für die Neue aus und gibt es mittlerweile noch Alternativen oder vielleicht sollte man per Startup 50Stck bauen - am besten als Kooperation mit Schlumpf?
Der Preis liegt Hauptsächlich daran, dass es eine reine Manufakturfertigung ist. Das Meiste wird von Hand hergestellt. Alfine, Rohloff & Co. werden in Großserien zu vielen tausenden hergestellt, da kommen ganz andere Fertigungsverfahren zum Einsatz, die sich für ein paar hundert Stück garnicht rechnen würden. Außerdem muss eine Einradnabe viel größere Belastungen abkönnen und auch zuverlässiger sein als eine Fahrradnabe. Wenn eine Fahrradnabe nicht richtig schaltet, schaltet sie eben nicht, beim Einrad liegst du gleich unten.
Der Preis ist eigentlich ziemlich gerechtfertigt, Florian wird nicht übermäßig viel dran verdienen. Ist ja auch nicht sein Hauptgeschäft. Das ist nicht wie bei den großen Massenherstellern im Fahrradsektor wo 50% Gewinnspanne sind oder so. Die neue Generation wird wohl ähnlich kosten wie die alte, zumindest in Franken. Durch die Kursfreigabe wird’s aber für uns in Euro wohl teurer werden als früher.
Bremsscheibenflansch innen gibts erst 2016 und dann auch nur für 125mm Lagerabstand. Ansonsten KH Spirit Kurbeln fahren. Handschaltung gibts garnicht.
Danke Eric! Schnell alle Infos im Überblick - so muss das sein ![]()
Also über den Preis kann man offensichtlich streiten - ich finde es trotzdem zu teuer, auch wenn es eine Manufakturfertigung ist.
Bezüglich der anderen einzugehenden Kompromisse muss ich entweder eine eigene Getriebenabe bauen oder das Einradfahren aufgeben. Das einfachste ist dann letzteres
Wer braucht ein 26" Oracle mit Formulabremse und Rubber Queen? ![]()
Wenn du das für 400€ schaffst und das Ding dann auch was taugt, kaufe ich dir eine ab. Aber ich glaube noch nicht so recht daran.
Daß Florian ein Monopol hat, liegt übrigens nicht daran, daß er den Markt beherrscht. Sondern daran, daß sich bislang noch kein anderer Hersteller da dran getraut hat, bzw. andere es nicht hinbekommen haben. Zumindest nicht in einer serienreifen Form, die sich auch noch wirtschaftlich rechnet.
Und reich wird Florian mit den Einradnaben bestimmt nicht. Ich bin mir nicht mal sicher, ob er damit überhaupt Gewinn macht. Vermutlich betreibt er das als Liebhaberei und subventioniert es mit seinen anderen Produkten.
Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder? Gibst du auch das Schlafen auf, nur weil es das optimale Bett zu deinem Wunschpreis nicht zu kaufen gibt?
Damit bist du mit einem guten Schlumpf Setup bei um die 2000€. Jetzt sag mir nicht, dass ein vergleichbares Enduro billiger wäre! Außerdem sind beim Einrad die laufenden Kosten geringer, da du nicht alle ein, zwei Jahre den halben Antrieb tauschen musst …
So ein Einrad verbraucht auch keinen Sprit und der Ölverbrauch einer Schlumpfnabe (5ml/Jahr) ist deutlich geringer als beim Motorrad.
Mein Fulli MTB bin ich 6.5 Jahre zu jeder Jahreszeit 3x … 4x pro Woche gefahren und habe nie ein Service gemacht. Im letzten Jahr nur mehr 1x pro Woche, da ich intensiv mit dem MUni unterwegs war. Es war nun also 7.5 Jahre im Einsatz.
Lediglich die Kette, Zahnkränze, Bremsbeläge, Hydraulikflüssigkeit hab ich immer wieder getauscht. Ein mal hab ich die Bremsscheiben getauscht. Mein Fulli hatte im Betrieb also kaum was gekostet. Ich habe es jedoch gut gepflegt: Nie gewaschen oder geputzt, oft geölt.
Vielleicht könnte man so ein Planetengetriebe in kleinen Stückzahlen preiswert im 3D Drucker herstellen? Es gibt Geräte, die mittels Laser oder Elektronenstrahlen Metallpulver schmelzen. Da gibt es auch hochwertige Legierungen. Hoch belastete Bauteile in Flugzeugturbinen werden so bereits hergestellt und erprobt.
Da kann man eine leichte Titanlegierungen nehmen, und die Bauteile müssen nicht durchgehend aus Metall sein, sondern können eine innere Struktur wie Knochen haben. Da lässt sich einiges an Gewicht sparen.
Und genau da Spielt das Einrad seinen Kostenvorteil aus.
Wenn man von Kostenvorteil spricht, müsste das Einrad ja das können, was man mit dem Enduro macht - für mich sind das völlig unterschiedliche Sportarten. Bei mir sind die laufenden Kosten am Enduro natürlich teuerer, einmal im Jahr ein Gabel/Dämpferservicekit, Ersatzteile Antrieb, Rahmenlagerkit, Satz Reifen. Davon abgesehen geht immer wieder was durch das heftige Gelände kaputt. Logisch, dass das Einrad da günstiger ist, es lässt sich trotzdem nicht wirklich vergleichen.
Über den Daumen, schätze ich mal um die 50 Schlümpfe/Jahr. Wenn die Getriebenabe nun aber nur 300-400 kostet, dann kaufen die glaube ich mehr, denn 1000€ gehen gar nicht in meinen Kopf, das ist nur für die interessant, die durch und durch Einradler sind - alle anderen fragen sich nur, wtf?
Für mich ist das Getriebe in der jetzigen Form uninteressant, weil ich meist im steilem, technischem Gelände unterwegs bin. Da kommt es selten vor, dass ich schneller fahren will, und daher überwiegen für mich die Nachteile:
Hohes Gewicht, Stürze durch versehentliches Schalten, hoher Preis.
Mein MUni fühlt sich angenehm leichtfüßig im Vergleich zu dem eines Freundes an, der die Getriebenabe verbaut hat. Mein MUni hab ich auf leicht getrimmt: 870g leichter 26" x 3" Surly Knard Reifen, schlauchlos, leichte Abdichtung, Alunippel, KH-Felge, …
Klar, wenn man nicht das Bedürfnis hat zu schalten, überwiegen immer die Nachteile. Die Schaltung ist ja der einzige Vorteil der Schaltnabe ![]()
Definitiv. Wenn man sie zu diesem Preis produziert bekäme, hätte man bestimmt weit größere Absatzzahlen als jetzt.
Größere Mengen kann man preiswerter produzieren, einfach schon mal, weil sich Rüst- und Programmierkosten anteilig auf mehr Teile verteilen. Die Materialkosten bekäme man bestimmt auch runter, wenn man größere Mengen Rohmaterial kauft. Aber damit kann man vielleicht pro Nabe maximal 100 bis 200€ einsparen und dann kostet sie immernoch über 1000€ und wird nicht großartig mehr Abnehmer finden als jetzt. Um die Nabe wirklich preiswert zu bekommen, muss das Spanvolumen runtergebracht werden und der Automatisierungsgrad erhöht werden. Will heißen: so viel wie möglich Schmiede- und Gussteile, die dann nur noch Finishbearbeitung brauchen. Die Investitionen in Werkzeugkosten wären immens und man müsste schon ein paar Tausend produzieren um diese Investitionskosten so weit zu amortisieren, dass das Endprodukt tatsächlich preiswerter wird. Das ist schon ein ganz schönes Unternehmerisches Risiko.
Kris Holm hatte ja auch gesagt, dass es verdammt schwierig war, die immensen Werkzeugkosten für all die neuen One-Piece-Forged Teile (Mittelteil der neuen Gabeln, Neue Nabe, Sattelstange, etc.) amortisiert zu bekommen. Daher ist die neue Gabel auch ein wenig teurer als die alte. Die Kosteneinsparung wegfallender Schweißnähte war bei der zu erwartenden Stückzahl nicht ausreichend, um die Werkzeugkosten für die Schmiedewerkzeuge aufzufangen.
Oder anders gesagt, man muss es rechnen. Teil X spanend zu fertigen kostet jetzt einen gewissen Preis, sagen wir mal 100€. Umformend würde das Teil in der Schmiedepresse 50€ das Stück kosten, reine Herstellkosten. Macht 50€ Ersparnis. Bei 25.000€ Kosten für das Schmiedewerkzeug (und das wäre noch ein sehr preiswertes Werkzeug) musst du schon 500 Stck fertigen um auf den gleichen Verkaufspreis zu kommen. Jetzt hat dein Schmiedewerkzeug vielleicht nur eine Standzeit von 500 Stck, das heißt, du legst alle 500 Stck nochmal 10.000€ drauf um das Werkzeug zu erneuern (Auftragsschweißen und Nachfräsen) Das heißt, um deine Kosten zu amortisieren, musst du schon weit über 700 Stck fertigen und verkaufen. Aber wie? Noch immer sind wir nur preisneutral. Um die Verkäufe wirklich anzukurbeln, musst du das Teil preiswerter verkaufen können. Dann darfst du nur 70€ Produktionskosten haben (inkl. Investitionsamortisation). Fertigst du nun 3.000 Stück, hast du immernoch 75€ Produktionskosten, bei 7.500 72€ und bei 15.000 Stck immernoch 71€.
Merkst du was? Wenn du von vorn herein weißt, dass der Markt nicht der größte ist, ist das Risiko in Massenproduktion zu investieren wirklich immens. Also bleibst du bei Fertigungsverfahren, die zwar hohe Stückkosten haben, dafür aber keine riesige Anfangsinvestition benötigen und somit finanziell berechenbar bleiben, egal wieviel du am ende verkaufst.
Eine Schlumpfnabe für 300€, das wäre ja ein viertel des jetzigen Preises. Das klingt schon sehr ambitioniert.
Ja, die 3D Drucker werden in Zukunft die Fertigung kleiner Mengen revolutionieren: Deutlich kleinere Kosten & Gewichtsoptimierung.
Heute war mal wieder Schlumpf-Fett-Spendier-Tag. Die Pistaziendose ist jetzt wieder 20ml leerer.
Und bei der Gelegenheit hat das Muni gleich eine neue Bremse bekommen, nachdem die alte ja bekanntlich nicht mehr ganz dicht war - wie ich beim GMTW feststellen mußte.
So nun bin ich auch Schlumpf Eigner und kann für Schlumpf-Interessierte ein paar Erfahrungen aus Anfängersicht weitergeben.
Zunächst bin ich an einer Wand im zweiten Gang aufgestiegen. Das Losfahren hat dann erst nach einigen Versuchen geklappt. Es ist jedenfalls ein ganz eigenes Fahrgefühl. Vor allem das Spiel im Großen Gang ist gewöhnungsbedürftig (im kleinen fast unmerklich).
Dann habe ich versucht mich an das Fahrgefühl im hohen Gang ein wenig zu gewöhnen.
Aufsteigen im großen Gang ist auch eine eigene Herausforderung. Klappte aber auch nach einigen Versuchen - allerdings nicht jedes Mal.
Gestern habe ich mich dann an das Schalten in Fahrt herangewagt. Zuerst dachte ich, das wird recht schwierig und hab mir extra Knie- und Ellbogenschoner angezogen. Erstaunlicherweise misslang nur der erste Hochschaltversuch. Danach habe ich ungefähr zehnmal hintereinander rauf und wieder runtergeschaltet ohne abzusteigen. War sehr überrascht. Ich muss dazu sagen, dass ich aber immer einige male probieren muss, bis ich den Knopf treffe. Jetzt geht es ans perfektionieren.
Glückwunsch.
Ans Aufsteigen im großen Gang habe ich mich nach geschätzten 5 Jahren noch nie gewagt. Das liegt wohl daran, dass ich es nicht brauche. Im kleinen Gang aufsteigen und dann hochschalten reicht mir vollkommen ![]()
Das mit dem “den-Knopf-nicht-treffen” ist bei mir nie verschwunden. Allerdings gibt es Tage, da klappt es fast immer auf Anhieb, und andere Tage, da brauche ich immer mehrere Versuche.
Schlumpfen mit dem 29er ist für mich absolut leicht. Mit dem 36er im großen Gang kämpfe ich weiterhin. Das kann aber auch daran liegen, dass ich viel zu selten damit fahre. Ich kann zwar viele Kilometer am Stück auf dem 36er im 2. Gang fahren, aber wehe, es kommt eine Steigung oder eine andere Schwierigkeit. Das ist auf dem 29er ganz anders.
Dabei fällt mir gerade auf, dass ich seit einem Monat gar nicht mehr gefahren bin, und seit ca. 2 Monaten nicht mehr geschlumpft bin. ![]()
Danke.
Bei mir ist’s ja “nur” ein 26er, da ist das Aufsteigen wohl noch ein Stück leichter.
Mal ne ganz andere Frage. Hab zwar noch keinen Schlumpf, aber “Spätsommer 2015” müsste ja bald sein. Hab jetzt ein 24er Muni und werd mir ein G29er Muni aufbauen. Manchmal wäre es aber sinnvoll auch ein ungeschlumpftes 29er zu haben (z.B. wenn die Rennausschreibung nur ungeschlumpft zulässt), ein zweites 29er Laufrad will man sich dann aber auch nicht hinlegen. Ich denke, das ist vielleicht ein Thema, was vielleicht dem ein oder anderen schonmal über den Weg gelaufen ist. (Außer Yeti, der jede Größe mit und ohne Schlumpf hat)
Einfach nicht schalten ist keine Lösung, weil wer will das überprüfen. Aber müsste es nicht möglich sein, den Hochschaltknopf durch einen zu ersetzen, der schon im ungeschalteten Zustand auf der Kurbelschraube aufliegt und so das schalten verhindert? Somit könnte man auch mit einem geschlumpften Laufrad in der ungeschlumpften Kategorie starten. Einziger Nachteil wäre da noch das Gewicht.