Ich habe auch mal mit dem gedanken gespielt, mich mit der ganzen Schutzausrüstung auszustatten (außer Helm, leichte Knieschützer, die eher Kniewärmer sind und leichte Bikehandschuhe).
Dann habe ich mir überlegt, dass ich nur das fahre, was ich auch wirklich kann und ansonsten unter geschützten Bedingungen übe. Ich möchte mir nicht eine falsche Sicherheit vorgaukeln und mich technisch überfordern. Das meiste was ich kann (nicht allzu viel) habe ich mir aber ganz ohne Schutzausrüstung beigebracht.
Ich fahre relativ viel (6-7000 km im Jahr), auch im normalen Straßenverkehr und im leichten Gelände, aber mein letzter schwererer Abgang ist 15 Monate her (da habe ich geschlafen und ein Loch übersehen). Eigentlich gehe “nie” unfreiwillig vom Rad. Das ist ntürlich eine Folge meiner defensiven (langweiligen) Fahrweise.
Z. B. mehrere schwere Abstiege beim Marathon hinzunehmen, käme für mich nicht in Betracht, da passe ich lieber mein Tempo meinem Können an (was halt nicht so toll ist). Deswegen (unter anderem) lege ich mir bis jetzt kein geschlumpftes 36er zu, obwohl mich das natürlich auch reizen würde (es möge sich jetzt bitte keiner persönlich angegriffen fühlen).
Sicherheitsausrüstung ist natürlich eine rein persönliche Entscheidung, aber ich vertraue nicht besonders darauf.
Ich hatte befürchtet, dass du es auf dich beziehst, aber es gab ja auch andere Beispiele (dieses Jahr und in den letzten Jahren). Ich finde es immer “schockierend”, wenn Teilnehmer sich plötzlich in voller fahrt auf gerader Strecke wickeln (das war letztes Jahr besonders häufig zu beobachten, aber auch diese Jahr). Ich halte immer mehrere Meter Sicherheitsabstand bzw. überhole um nicht in fremde Stürze verwickelt zu werden.
Bei dir brauchte ich mir ja keine Gedanken darüber zu machen, denn ich hatte keine Chance in Deine Nähe zu kommen (ein Abstand von 13 min sollte reichen :D). Deine Abgänge und deine Fahrberichte im Vorfeld sind aber tatsächlich der Grund, warum das Thema geschlumpftes 36er aufgegeben habe. Ist mir einfach zu gefährlich.
Beim Düsseldorf Marathon handelt es sich aber um ein Rennen und daher muss jeder seine eigenen Entscheidungen treffen. Wer schneller ist hat immer recht.
Werde weiterhin drauf achten ausserhalb deiner Sichtweite zu crashen.
Im Ernst: ich bin auch der Ansicht, dass die Stürze in Düsseldorf mit dem Fahren am (oder über dem) Limit zu tun haben und drei auf 42 km sind auch mir zuviele.
Daher fahre ich sonst auch verhaltener. Von Düsseldorf mal abgesehen habe ich nur einen Crash auf dem geschlumpften 36er aufzuweisen. Bei mittlerweile über 1300 km ist das vertretbar. Man kann also auch beim geschlumpften 36er im Rahmen seiner Fähigkeiten fahren. Die mediale Überpräsenz solcher Crashes sollte einen wirklich nicht abschrecken.
UPDs beim Schalten gibt es öfter mal, aber das sind alles langweilige Landungen auf den Füssen.
Nach entspannten 20 Minuten im MRT hat sich heute herausgestellt, daß entgegen aller bisherigen Vermutung meine Menisken und auch das Kreuzband in meinem Knie völlig intakt sind und das was ich seit 3 Wochen deutlich spüre einer Reizung (mit einzelnen Faserrissen) des Innenbandes geschuldet ist. Ich sehe jetzt also keiner OP mehr entgegen, sondern darf mich darauf freuen, daß das Problem nach ca. 3 weiteren Wochen und ein paar Terminen beim Physiotherapeuten Historie sein wird (angeblich). Ich darf sogar jetzt sofort Einradfahren. Ob ich das kann, werde ich die nächsten Tage ausprobieren. Der Brixentour scheint nichts mehr im Wege zu stehen.
Immerhin waren sich 2 Ärzte (der Radiologe und die Orthopädin) unabhängig voneinander darin einig und soweit ich die MRT Bilder interpretieren kann, schließe ich mich deren Meinung an. Falls sich hier jemand qualifiziert fühlt, solche Bilder zu interpretieren, stelle ich sie gerne zur Verfügung.
Sturz infolge einer Kollision. Abrollen ging nicht. Habe wahrscheinlich versucht, mich mit dem ausgestreckt Arm abzufangen. Dadurch die Stauchung und Fraktur des Radiusköpfchens - glücklicherweise ohne Verschiebung (Dislokation) - sonst hätte es möglicherweise operiert werden müssen. Diese Art von Verletzung bedeutet meist 4-6 Wochen Krankschreibung.
So wie der Sturz abgelaufen ist, hätten Ellenbogenschützer wahrscheinlich auch nichts verhindert.
Der Cast ist jedenfalls schon wieder ab :). Bis auf Fahrradfahren, Händeschütteln und größere Belastungen geht alles. Nur die Beweglichkeit ist noch eingeschränkt. Morgen geht’s zur Physiotherapie. Die 100 km, die ich kurzeitig schon abgeschrieben hatte, rücken wieder in den Bereich des Möglichen.
Ich hoffe mal nicht. Aber selbst wenn - gute Ideen haben einfach ein Recht darauf, umgesetzt zu werden, sogar wenn sich ihre Schöpfer längst von ihnen verabschiedet haben.
Stimmt’s Charly?
Ich bin vor zwei Wochen bei einem 100m Rennen nach der Zieldurchfahrt beim Abbremsen vom Pedal gerutscht und habe mich blöd auf die Bahn gelegt. Knie verdreht das danach dann ordentlich angeschwollen ist.
Vorgestern war ich dann doch erst beim Arzt und dann in der Röhre
Die Röntgenärztin wollte mir keinen Befund geben, da das mein Arzt mit mir besprechen solle . Sie hat nur so viel gesagt: deutliche Flüssigkeitseinlagerung im Knie, Bluterguss auf der Außenseite, stark überdehnte Innenbänder und (jetzt kommt’s) der Innenmeniskus ist “auch nicht mehr in Ordnung”.
Mein Sportarzt hat mir vorher schon gesagt, dass auch ohne MRT Befund das Springen erst mal gestrichen ist. Jetzt bin ich mal gespannt was er mir nach dem Befund sagt.
Hatte jemand von Euch schon mal ein ähnliches Problemchen? Wie lange hat das denn gedauert?
Was du sicher hast, das sind akute Gewebsverletzungen. Die Flüssigkeiten müssen resorbiert werden und da das Knie schlecht durchblutet wird, wird das ein wenig dauern. So lange wird es auch schmerzen. Bewegung ist dafür eher gut, aber kein Stress/keine Belastung schon gar keine Belastungsspitzen. Typischer Weise schwimmen und radfahren - das kann man ja auch auf einem Rad ;-).
Was alles andere betrifft würde ich erst mal gelassen bleiben. Du bist 45! Da kommt bei einem MRT (wenn deine Röhre ein solches war) zwangsläufig heraus, dass einiges vom Ideal abweicht. Ob das irgendwas zu bedeuten hat bleibt abzuwarten. Möglicherweise wird das der Arzt nicht einmal sagen können. Ist übrigens normal, dass du vom Röntgenarzt nicht mehr gesagt bekommst.
Also was der Arzt jetzt gesagt hat war folgendes: Knochen angeschwollen infolge des Schlags beim zurückspringen, Bluterguss und Flüssigkeitseinlagerungen im Knie, überdehnte und leicht angerissene Inenbänder und ein Riss im Innenminiskus. Der Riss liegt aber wirklich im Miniskus und hat scheinbar keine Verbindung zur Oberfläche.
Wenn die Schmerzen in 4 -5 Wochen zu 90% vergangen sind, dann sind keine weiteren Aktionen notwendig. Ich darf Rad fahren (auch Einrad) aber nicht springen. Keine stoß-haften Belastungen. Auf jeden Fall kein Risiko gehen das Knie noch mal so zu verdrehen. Das halten die Bänder derzeit nicht aus.
Wenn das klappt und die Schmerzen langsam vergehen, dann ist alles noch mal glimpflich abgegangen.