Schlumpf: Erfahrungsaustausch

Wo soll die rein?

Wenn du die anständig nutzt und regelmäßig fährst wirst du nicht gebrechlich!
Außerdem gibts die bis dahin bestimmt auch elektrifiziert mit Motorunterstützung wie beim Pedelec.

Frag mal Spacelord. Der kauft sie dir ab.

Aber nur ab und zu und dann auf dem Wühltisch gleich neben den Socken.

Warum so bescheiden? Ich bin für ein stufenloses Automatikgetriebe.

26" Muni, welches ich noch nicht habe. Nein, nicht das Rad, das ich gerade im Setup-Thread zusammenbaue. Das ist für die Tochter.

Heute wars schmerzhaft

Nachdem ich einige Abende an der Hauswand im zweiten Gang geübt habe, klappte heute der Schaltvorgang mehrmals und ich bin dann auch häufiger im zweiten Gang draufgeblieben. Irgendwann katapultierte sich das Rad nach dem Hochschalten nach vorne weg und die Metallpedale schlug genau in die Achilles-Sehne - ich hatte nur leichte Sportschuh an. Das tat weh. Ich bin sofort nach Haus und stellte fest: alles heile geblieben.
Kann man diesen Effekt vermeiden, mache ich da was falsch oder passiert euch das auch schon mal?
Das ist mir beim ungeschlumpften Fahren noch nie passiert und ich werde mir erstmal besseres Schuhwerk suchen. Am besten auch mit Knöchelpolsterung.
Auf jeden Fall habe ich jetzt viel Respekt vor denen, die gleich mit einem 36er-Schlumpf beginnen. Das muß ja ein Kampf sein!!!

Nur nicht aufgeben!
Wegen so was probiere ich keinen Schlumpf aus.

Christian

Ein Einrad mit Schlumpfnabe ist sicher keine spezielle Gefahrenquelle. Ich habe mir damit auch noch nie das Pedal irgendwo reingerammt. Das mit der Achillessehne dürfte ein blöder Zufall gewesen sein, der jederzeit auf jedem Einrad passieren kann.

Insbesondere das Hochschalten ist eher unproblematisch. Wenn’s nicht klappt, steigt man meist nach hinten ab. Das kommt nach einer Eingewöhnungszeit aber nur noch selten vor. Irgendwann erreicht man dann den Zustand, dass auch versehentliche (Hoch-) Schaltvorgänge keinen Abstieg mehr bewirken.

Beim Runterschalten ist das was anderes. Trifft man bei hoher Geschwindigkeit zufällig den Knopf, kann man nicht so schnell treten und fliegt konsequenterweise nach vorne ab. Das ist mir aber noch nie passiert! Immer schön die Ferse vom Knopf fern halten - das wird irgendwann zur Gewohnheit.

Qu-ax 20" freestyle with unicycle.com Chromoly Hub
[NL] Qu-ax 20" freestyle with unicycle.com Chromoly Hub

29" Unicycle with a Kris Holm wheel set custom handle bar

I live close to the german border nearby Venlo.

Und Hugo hat’s nicht bemerkt! :wink:

Kann ich nachempfinden. Die Reaktion des Einrades auf den Schaltvorgang ist unterschiedlich heftig. Ich denke, dass das damit zusammenhängt wie die Teile des Getriebes gerade stehen. Entsprechend fällt auch das “Schaltcoasting” (Hugo erfand den treffenden Namen) mehr oder weniger lang aus. Wenn nun beim Hochschalten ein langes Schaltcoasting auf eine leichte Rücklage trifft, dann haut das Rad nach vorne und der Fahrer nach hinten ab. Daher ist mein erster Tip auf eine gute Balance zu achten bevor du hochschaltest.

Mein zweiter Tip ist ziehe alle Schoner an, die du hast, krame deinen jugendlichen Leichtsinn hervor und fahre einfach drauf los. Der Punkt ist der: wenn du versuchst vorsichtig zu fahren, dann wirst beim Schalten zögerlich treten. Ich habe keine Ahnung wie das Getriebe aufgebaut ist, aber beim Schalten ist es entkoppelt und wenn es wieder andockt, dann passiert das um so ruppiger, je langsamer du trittst. Die Draufgänger sind da im Vorteil und die Vorsichtigen haut’s runter.

Viel Spass und Erfolg!

Das heisst einen dritten habe ich auch noch. Hugo hat recht. Das hätte einen lapdaren Abstieg nach hinten geben müssen. Ich vermute, dass dich das Wegrollen des Rades irritiert hat und du das Bein nahe am Einrad belassen hast, so dass dich die Pedale (:p) treffen konnte, anstatt das Bein rauszustellen. Bei meinen ersten kläglichen Wheel-Walk-Versuchen ist mir das auch ein paar mal passiert, weil da die Füsse mittig auf dem Rad stehen. Wenn man sich das dann mal klar gemacht hat, dann bleibt man nicht mehr an der Pedale (dito) hängen.

Memme! :smiley:

Genau so ist es. Man ist am Anfang viel zu vorsichtig. Wenn man schon im 1. Gang schneller fährt, geht das Schalten in den 2. Gang einfacher und sanfter. Das Problem dabei: Wenn es dann doch schief geht, kommt es eher zum Sturz. Aber da muss man durch. Das mit dem Pedal halte ich weiterhin für nicht Schlumpf spezifisch.

Ich fahre jetzt seit fast vier Jahren Schlumpf und kann immer noch nicht sicher schalten :o Ich glaub mir fehlt da nachwievor die Überzeugung. Aber es geht ja auch ohne. Ich steig meistens im zweiten Gang auf und wenn es bei einem Uphill mit dem Runterschalten nicht klappt muss ich da haltirgendwie geschlumpft hoch kommen :wink:

Vielen Dank für eure Ansichten und Ratschläge.
Ich habe gestern abend folgende Art des Hochschaltens entwickelt:
Auch wenn langsames Fahren auf dem Schlumpf (2.G.) schwierig ist - ich finde schwieriger als auf einem normalen 36er - werde ich zum Schalten ganz langsam, und wenn der Gang dann drin ist, mache ich so eine Art Pendelbewegung zum Auftakt und dann gehts los. Ich habe vorher lange gebraucht, um im 2.Gang vernünftig langsam fahren zu können und wenn ich dann schneller werde, ist das Fahren wieder recht unproblematisch.
Nächstes Lernziel im zweiten Gang sind enge Kurven.
Meine Achilles-Sehne merke ich noch ein bischen und ich fahre jetzt in Original-BW-Springerstiefeln. Die haben schon den kalten Krieg mitgemacht und jetzt habe ich endlich eine sinnvolle Verwendung dafür. Die krallen sich total an der Pedale fest und sind recht breit, sodaß ich immer Bedenken habe an den Schaltknopf zu kommem.
Um den Schaltvorgang zu erleichtern, habe ich nach der gestrigen Trainingseinheit die Knöpfe etwas nach außen versetzt und konnte bei der Gelegenheit feststellen, dass die von Ajata geklebten Kurbelschrauben noch fest sind - ich habe nur ganz vorsichtig probiert, um das Loctite nicht zu be
schädigen. Die Lagerschalen hatten nicht mehr ganz den gewünschten Drehmomentwert, also auch noch ein bischen nachgezogen.
Und heute spüre ich ein Knie, also Schlumpf-Pause und ein bischen einbeinig Pendeln üben in der Wohnung.

… an deiner Schlumpfine kann es nicht liegen, auf meiner
ersten Schlumpffahrt überhaupt hat das rauf und
runterschalten mit ihr sofort geklappt :smiley:
Jetzt muß ich nur aufpassen, dass mich der Schlumpf-Virus nicht erwischt :astonished:

Zu spät. Ist hoch ansteckend!:stuck_out_tongue:

Im großen Gang zu pendeln halte ich für wesentlicher schwieriger als das Schalten. Auf 20" problemlos, auf 29" kann ich es halbwegs, auf 36" keine Chance. Also wenn du es schaffst, im großen Gang zu pendeln, dann sollte auch Schalten aus der Fahrt ein lösbares Problem sein. Abgesehen davon hat deine Methode den Nachteil, daß du zum Schalten jedesmal anhalten mußt. Ich würde dir empfehlen, dich noch ein wenig mit dem normalen Schalten aus der Fahrt zu beschäftigen. Ich bn sicher, daß du das relativ schnell hinbekommst.

Vielleicht solltest du mal eine andere Technik probieren. Granatapfel schaltet nicht mit der Ferse sondern mit der Fußspitze. Ich kann das nicht, aber sie schaltet so 1a.

Die Monopa-Technik :astonished:

Ich habe jetzt andere Sportschuhe ausgegraben, die etwas höher schließen und damit kann ich sehr gut mit der Mitte der Seite schalten (bei 127er und Größe 44). Trefferqoute ca. 50%.
Ich schalte immer noch bei langsamer Trettfrequenz, trete meistens weiter, aber versuche möglichst wenig Druck auf die Pedale zu bringen, damit das manchmal eigenwillige Einrasten des zweiten Ganges mich nicht abwirft. Jetzt bleibe ich in mindestens dreiviertel der Schaltvorgänge sitzen und wenn ich runtergehe, ist es echt harmlos. Die Veletzungsgefahr nähert sich wieder der Nullmarke.
Aber der Runterschaltvorgang steht ja noch bevor und das wird bestimmt wieder einige Abend erfordern und enge Kurven im zweiten Gang sind auch noch schwierig.

Runterschalten ist kein Hexenwerk. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu früh (also bei zu hoher Geschwindigkeit) schaltet - und natürlich, dass man den Runterschaltknopf nicht versehentlich erwischt. Wenn das gut klappt, erübrigt sich meiner Meinung nach auch das Fahren enger Kurven im 2. Gang. Runterschalten, um die Kurve, hochschalten :slight_smile: Mit dem Auto fährst du ja auch nicht im 5. Gang um die Ecke.

Mit dem Auto sind auch mehr als 50% der Schaltversuche erfolgreich und es führen nicht 25% aller Schaltvorgänge zum Unfall. :roll_eyes:
Ach ja, und beim Auto stehen mehr als 2 Gänge zur Verfügung. :smiley:

da hatte ich anfangs auch ziemliche Probleme, aber mittlerweile gehts halbwegs gut :wink:

Also mit dem Einrad sind bei mir auch geschätzte 95% der Schaltvorgänge erfolgreich und führen nicht zum Unfall.

Mit “erfolgreich” meine ich nicht, dass der erste Druck auf den Knopf gleich sitzt, sondern dass der Schaltvorgang nach wenigen Kurbelumdrehungen abgeschlossen ist - also dass ich zum Beispiel vor der engen Kurve auch wirklich im 1 Gang bin.