Speichenbruch bei 36er

Hallo,

ich besitze seit 2 Jahren ein KH 36 und fahre mit dem Rad ca. 3000 km pro Jahr (80 % Straße, keine Sprünge oder Muni-Wege aber Berge) mit 150mm oder 137mm Kurbeln. Ich selbst bin ca. 90 kg schwer.

Im ersten Jahr war alles in Ordnung. Im zweiten habe 10 neue Speichen montieren müssen (wahrscheinlich nicht so besonders fachmännig). Der Abstand zwischen den Brüchen war ziemlich genau 300 km.
Jetzt habe ich ein neu eingespeichtes Laufrad (Roland) und das 36er läuft im moment absolut super und spurstabil. Am Ende war das alte Laufrad etwas zickig.

Habe ich einfach nur Pech gehabt? Wie sind da eure Erfahrungen? Kann man vorbeugen?

Christian

Bei mir ist es ähnlich. Ähnliches Alter des Einrads, ähnliche Kilometerleistung, ähnliches Nutzungsprofil, ähnliche Gewichtsklasse, ähnliche Anzahl Speichenbrüche.
Ich habe normalerweise immer ein paar Ersatzspeichen im Rucksack dabei.

Nachtrag: es gibt doch einen Unterschied. Bei mir hats kein Jahr gedauert, bis die erste Speiche gebrochen ist, sondern nur ca. 300km.
Im Oktober wurde das Laufrad wegen Austausch der Schlumpfnabe neu eingespeicht (unter Verwendung derselben Felge und derselben Speichen). Seither hatte ich noch keinen Speichenbruch, bin aber auch erst ca. 200km damit gefahren.
Ach ja, und meine Jahreskilometerleistung liegt etwas niedriger als bei dir, da ich mehrere Einräder habe und sich meine Gesamtkilometerleistung auf diese verteilt. In meinem vorigen Posting war ich von der Gesamtkilometerleistung ausgegangen.

Ich (65 kg) habe bisher 600 problemlose Kilometer auf dem 36er KH - mal schaun ob bzw. wann es bei mir damit losgeht. Ich mach mir insbesondere wenn ich mir (nach all den heftigen Stürzen) meine Pedale anschaue Gedanken. Die Alupedale sind fast durch, bei den Kräften die da offensichtlich wirken wird das schon auch seine Auswirkungen auf die Speichen haben…

jep, 90 - 93 Kg und würde auch so sagen 150 -300km - allerdings wie bei Yeti von anfang an.

Die “neuen” rostfreienen blanken ersatzspeichen sollen laut Roger Davies deutlich besser sein, glaube das sind die die Roland jetzt auch anbietet.

jedenfalls ist mir davon seit einem jahr noch keine weggeflogen.

Bei meinem 36er (Nimbus Impulse Disc) hatte ich bei 62 kg und ca. 1000 km noch keinen Speichenbruch.

genau! da sind auch schon die neuen speichen drin…:wink:

Ich habe mein Rad vor ca. 400 km neu eingespeicht (andere Höhe des Flansches) und seitdem noch keinen Bruch gehabt.

Schwarze Speichen von Roland.

Bisher sieht der Trend so aus, daß die Speichen ab einer gewissen Gewichtsklasse des Fahrers gerne mal reißen (Speichen brechen nicht, sie reißen höchtens, weil sie nicht unter Druck, sondern unter Zug stehen. Klugscheißermodus Ende). Wenn man nun bedenkt, daß der hauptsächliche Materialtester von KH Produkten um die 65 Kilo wiegt (nämlich Kris himself), wird auch klar, warum solche Probleme vor der Markteinführung oft nicht auffallen.

In der Werkstoffkunde /-Prüfung spricht man beim Zugversuch aber trotzdem von “Bruch”, wenn der Probestab reißt.
-> Der Begriff “Speichenbruch” ist zwar nicht unbedingt logisch, aber wohl konsistent zu anderen Bereichen der Technik

Edit: ich bin für den Begriff Speichen-Zug-Schwelllast-Dauerschwingbruch :wink:

Wieder so’n Wort mit 3 “l”. Sieht einfach bescheuert aus. Blöde Rechtschreibrevolution! :angry:

Es war vorher so einfach. 3 mal den gleichen Buchstaben hintereinander schreiben war verboten. Konnte man sich leicht merken: Schwellast.

Hier habe ich die 3l-Option gewählt (mit 2l ist ja auch “legal”),
weil es auf die Weise klar ist dass es eine Schwell-Last ist und keine Schwel-Last (mit Hitzedehnung oder so).

Oder gar ein Schwell-Ast :astonished: :stuck_out_tongue:

Muss ich mir Gedanken machen, wenn ich das als SchwellAst lese?
//Edit: zu langsam…

Ja. :wink:

Zurück zum Thema…

Gibt es denn noch einen Trend, ob die Speichen bei Verwendung eines Schlumpf-Getriebes eher brechen, als ohne? Die Belastungen sind ja wohl unterschiedlich.

Vielleicht sollte man mal ne Umfrage starten.

Wenn schon Umfrage dann bitte auch die Scheibenbremsen nicht vergessen, die ja grade groß im kommen sind :wink:
Das dürfte ja bei der Speichenlänge eines 36-Zöllers auch Auswirkungen haben.

Da muss ich doch noch mal den Klugscheißermodus aktivieren: Wenn vor der Rechtschreibrevolution der zweite Buchstabe des zweiten Substantives des zusammengesetzten Wortes ein Konsonant war, gab es auch damals schon eine Verdreifachung. Z.B. Pappplakat. Grundsätzlich war es also nicht verboten 3x den gleichen Buchstaben hintereinander zu verwenden. Klugscheißermodus aus ;).

Das wusste ich nicht. Ich hätte wohl Papplakat geschrieben.

Bei Schlumpf müsste die Kraft auf den Speichen geringer sein. Zum Einen ist die Speichenbefestigung weiter außen als bei einer normalen Nabe was zu einem größeren Hebel führt, zum Anderen wird die Kraft beim Treten durch die Schlumpfnabe in höhere Rotation und somit geringere Kraft an den Speichen umgewandelt. Vor allem das Gewicht des Fahrers spielt eine Rolle, die “Antriebskraft” müsste hier geringere Auswirkungen zeigen.

Bei einer Scheibenbremse könnte ich mir sehr wohl vorstellen, das die Speichen bei einer starken Bremsung deutlich stärker belastet werden als bei einer Felgenbremse.

Das mit den “neuen” Speichen interessiert mich genauer.
Hat jemand von euch eine genauere Produktbezeichnung dafür?
Leider(?) hat mein neu eingespeichtes Rad noch schwarze 2mm-Speichen.

Mein erstes 36er (UDC mit Stahlfelge) hat auch andere Speichen (ich glaube einfache unlackierte Alu-Speichen). Es hat auch eine breitere Nabe. Das Laufrad machte zwar von Anfang an beim Pendeln leichte Geräusche hat aber ca. 2000 km ohne Probleme durchgehalten und funktioniert noch immer tadellos.