Legal Biken: Trutzpartie morgen in Wien

40 Jahre Forstgesetz 1975 – diesmal wird gefahren:
Das Forstgesetz muss auch in Österreich das Befahren von Forststraßen und
Wegen im Wald ohne Motorkraft auf eigenes Risiko ermöglichen.

In Österreich darf der Wald nur zu Erholungszwecken betreten werden.
Radfahrer sind meist illegal unterwegs. Auch mit dem Einrad hatte ich mehrere
lästige Diskussionen mit Jägern und Förstern, obwohl Fahrverbote nicht gelten,
da das Einrad kein Fahrzeug ist.

Sei solidarisch, fahr morgen mit, und setze auch Du Dich für die Abschaffung
der Kriminalisierung der Mountainbiker ein:

Wir treffen uns Samstag den 25. April 2015 zwischen 12h und 13h am
Friedrich-Adler-Weg (10.Bezirk-Favoriten beim Erholungsgebiet Wienerberg).

Details: PDF - Flugblatt

LG AXXI

Mehrere Hundert Mountainbiker sind nach Wien gekommen. Ich war der einzige am Einrad. Polizisten auf Fahrrädern, Motorrad und Autos haben für freie Fahrt gesorgt.

Bei bestem Wetter sind wir durch das schöne Wien gefahren. Diese politische Demonstration hatte richtig Spaß gemacht.

Am nächsten Tag hatte ich sogar einen leichten Muskelkater im Oberschenkel. Manchmal sind wir stehen geblieben, da hab ich balanciert (anstrengend) und manchmal wenn es bergab ging, sind wird für ein 26" ohne Schaltung recht schnell gefahren (auch anstrengend).

Die nächsten Trutzpartien sind schon geplant.

LG AXXI

«STOP! In the name of love»

Mit Verbeamteten kann man’s ja machen :smiley:

das sind doch nur regeln die sich irgendjemand ausgedacht hat :roll_eyes:
und wir denken uns halt neue aus:D
legal - illegal - scheißegal!

weiter so!

MTB in Österreich

Laut Forstgesetz sind Strafen für Radfahren bis 700 € vorgesehen. Zusätzlich wurden Radfahrer zivilrechtlich mit Besitzstörungsklagen über zigtausend Euro eingedeckt. Ein Kellner einer Berghütte ist mit dem Fahrrad zu seinem Arbeitsplatz gefahren und muss mit einer Haftstrafe rechnen, da er das Geld für die Strafe nicht aufbringen kann.

Wegen diesem Fall wurde die Trutzpartie in’s Leben gerufen:

Es gibt einige Großgrundbesitzer (Adelige, Industrielle, Kirche), die ein unerschöpfliches Budget haben, um Radfahrer mit Klagen einzudecken. Das Geld, das sie für Detektive ausgeben, klagen sie dann auch von den Radfahrern ein. So ein Ausflug kann ganz schön in’s Geld gehen.

Österreich ist ein schönes Tourismusland. Für MTB Touristen jedoch nur geeignet, wenn sie einige zehntausend Euro stets in der Portokasse haben.

LG AXXI

Ähnliches gibt es auch in Deutschland und dazu muß man nicht mal in die Natur. Bei uns im Ort gärt gerade folgender Fall: eine Apotheke in der Fußgängerzone muß jeden Morgen ihre Medikamente geliefert bekommen. Das ist insofern kein Problem, als Lieferverkehr die Fußgängerzone von 6:30 Uhr bis 10:30 Uhr befahren darf. Nun hat sich der Apotheker ein Lastenfahrrad gekauft und möchte damit die Medikamente zu seiner Apotheke bringen. Das darf er aber nicht, da nur motorisierte Fahrzeuge als Lieferverkehr in Betracht kommen. Mit seinem Fahrrad darf er die Fußgängerzone auch vor 10:30 Uhr nicht befahren.

So weit, so löblich! Ist das zufällig die erste Tankstelle der Welt?

Gedanken:
… das Lastenrad dürfen sie aber in der Fußgängerzone schieben.
… einen Alibi-E-Motor ins Lastenrad einbauen und daher Mofa-Kennzeichen kriegen?!

Schilda ist echt überall! :astonished:

Ne, eine andere.

Genau das sind die Überlegungen, die gerade angestellt werden. Daraus ergibt sich z.B. folgende Frage: ist ein Fahrrad mit E-Motor, das als Mofa zugelassen ist, immer noch ein Kraftfahrzeug wenn der Akku leer ist oder ganz weggelassen wird?

na und? es gibt menschen die riskieren ihr leben füt ihre sache.

ausserdem habe ich die ganze Bibel durchforstet und dort absolut nichts über ein Verbot im Wald gefunden.

und welcher teuflische Dämon maßt sich an Gottes Wort zu wiedersprechen?
etwa einer von diesen katholischen kinderfickern?
sagt ihm wer sich gegen Gott stellt wird gerichtet!

Amen

Es wurden bereits einige Radfahrer von Jägern angeschossen. Einem Mountainbiker musste z.B. das Bein amputiert werden, nachdem ihm ein Jäger nach einem Streit nach geschossen hatte.

LG AXXI

viele biker sind des jägers tot oder wie das sprichwort nochmal heisst

jäger schießen so ziehmlich alles an - nicht nur biker.

dagegen hilft bei einzelnen jägern sehr gut total entwaffnendes verhalten,
bei mehreren freundlich grüßen, winken und waidmannsheil wünschen, statistisch erschießen sich jäger am meisten selbst :roll_eyes: :p:D

und wichtig, nicht vergessen:
am parkplatz die luft aus allen jägerautos lassen!
die chance das einige der supersportler dann einen herzinfarkt bekommen ist recht gut:)

verbrecher müssen konsquent bekämpft werden!

Das hat dann aber nichts mehr mit seltsamen gesetztlichen Regelungen und Vorschriften zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend eine Straftat die hoffentlich juristisch geahndet wurde.

Manche Jäger sind aber auch freundlich. Wir haben uns schon mal einen langen Uphill erspart, weil uns zwei Jäger mit nach oben genommen haben. Ist aber leider eine recht seltene Spezies.

Jäger: Ein Staat im Staat

Jäger werden praktisch nie verurteilt, wenn sie Menschen an- bzw. erschießen. In dem Fall mit dem abgeschossenem Bein hatte die Begleiterin ausgesagt, sie hätte die Waffe in die Hand genommen und unabsichtlich einen Schuss abgegeben. Der Mountainbiker der gerade zuvor eine hitzige Diskussion mit dem Jäger führte war schon hunderte Meter entfernt, als er angeschossen wurde. Was für ein Zufallstreffer auf diese Distanz.

Nicht nur in der Politik und Industrie sitzen Jäger an entscheidenden Positionen, auch in der Justiz sind sie überall anzutreffen. Die halten wie Pech und Schwefel zusammen und tun sich gegenseitig nicht weh. Solange ein Jäger nur selten Menschen erschießt, passiert ihm nichts (abgesehen vom lästigem Papierkram).

LG AXXI

weiter so

ja da hast du sicher recht.
um so wichtiger ist das man sich nicht einschüchtern lässt und sich wehrt.
wenn es nicht etwas weit wäre würde ich mich auch aktiv an den demos beteiligen.

jemand dessen freizeithobby das töten und quälen von lebewesen ist muss unschädlich gemacht werrden.
richtig pervers ist ja die argumentation man würde natur und wild stören.
die äsen auch neben der autobahn…wenn sie keiner erschiesst.

natürlich gibt es auch nette jäger - es gibt ja auch nette einbrecher, nette gewaltverbrecher, nette massenmörder und nette minister die tausende menschen im meer ersaufen lassen.
nett allein reicht wohl nicht ganz…

Im Kontext des Strafrechts ist es zwar eine unsinnige
Annahme, dass Strafandrohung Taten verhindert –
sonst gäbe es in Todesstrafe-Unrechtsstaaten wie den
VSA keine/kaum Töter/Mörder – aber hier (nicht nur in
D) läuft grundsätzlich etwas falsch.

Das Gewaltmonopol hat der Staat und der verleiht an
“Hoheitliche” Sonderrechte wie das Recht, Waffen zu tragen
und Gewalt anzuwenden. So eigentlich Konsens.

Was jetzt konkret falsch läuft: Die Leute mit diesen Sonder-
rechten (Polizisten, Hilfspolizisten [BaWü] und Jäger) werden
bei Vergehen tendenziell milder bestraft als Otto Normal.

Das Gegenteil sollte der Fall sein. Wer Sonderrechte bekommt,
sollte sich der damit einhergehenden Verantwortung bewusst
sein und an den sollte man seelisch/moralisch höhere Ansprüche
stellen können als an den Normalbürger.

Weitere Fehlkonstruktionen (in D):

  • Die Staatsanwaltschaften haben kein eigenes Ermittlungspersonal sondern müssen sich dafür der Polizeibeamten bedienen.
  • Staatsanwaltschaften sind den Weisungen des Justizministeriums unterworfen (hat Vor- und Nachteile).

Wenn Demos etwas bewirken würden, wären sie verboten :wink:

Da kann schon mal 'ne halbe Mio. Menschen den
beschwerlichen und teuren Weg in die angebliche
Hauptstadt in der Pampa auf sich nehmen, um gegen
Atomkraft zu demonstrieren … und dann sagt Mutti
»Eine schweigende Mehrheit hat heute nicht demonstriert«.

Man stört das Wild insofern, als das kinderleichte Töten
vom Hochsitz aus (20 m weg von der Futterstelle) vermiest
wurde und der Sitz„jagende“ wieder einen Tag warten
muss.

Hobby ist übrigens eine Verniedlichung. Es gibt zwar
kaum etwas so föderal heterogen Geregeltes wie das
Jagdrecht, aber pauschal kann man sagen: Du glaubst doch
nicht, dass ein Jäger nur aus Hobbygründen mehrere Tausend
Euro Pacht pro Jahr für sein Revier ausgibt plus dann noch
die restlichen Kosten (geeignetes Fahrzeug, Spritkosten,
Futter, Baumaterial, Behördengänge usw. usf.), um das dann
selbst nur als »Hobby« wahrzunehmen.
Die aggressiven Reaktionen, die ich von Jägern bei Ausübungen
meiner naturnahen Sportarten schon mitbekommen habe, legen
da eher handfeste finanzielle Interessen nahe. Die verkaufen
das Erschossene nämlich auch noch :wink:

Bei Wild sind etwa 2/3 der Körpermasse verkaufbar. Preis
im Mittel vielleicht 25 Euro/kg. Viel muss man da nicht schießen,
um die Fixkosten wieder reinzuholen. Es gibt deutlich prekärere
Beschäftigungen :wink:
Wenn du mal googelst, findest du auch immer wieder den
Begriff “Verlust” in dem Kontext. Für mich ist das Buchhalter-
sprache, sonst wäre das ein empathischerer Begriff.

Vielleicht kommt uns da die EU-Osterweiterung langfristig mal
zugute: Mehr Wölfe in Deutschland = mehr naturliche Selbst-
regulierung = weniger Jäger = mehr Wald für uns :smiley:

Bitte gendere (in diesem Fall) deine Sprache! :wink:

  • JägerInnen
  • EinbrecherInnen
  • GewaltverbrecherInnen
  • MassenmörderInnen
  • MinisterInnen