Elektro-mechanischer Einradassistent

Ich habe mit meinem Bruder (promovierter Maschinenbauingenieur) einen elektro-mechanischen Einradassistenten entwickelt. Nach mehrjähriger Entwicklungs- und Testphase ist es nun an der Zeit das Ergebnis einem fachkundigen Publikum vorzustellen, um die Funktionen im Detail kontrovers zu diskutieren. Bilder, Videoaufnahmen und Funktionszeichnungen folgen in den nächsten Tagen.

Die Basisfunktion ist eine einfache Fahrhilfe. Wir haben die Funktionen einer Wirbelstrommagnetbremse und die Technik ähnlich der Taumelscheibe beim Hubschrauber verfeinert, kombiniert, erweitert und an die Anforderungen beim Einrad angepasst. Im Resultat ist Einradfahren dann nicht mehr schwieriger als Stützradfahren, da ein Kippen nach vorne oder hinten unmöglich sein wird.

Je nach Ausbaustufe wird es weitere Funktionen geben, die der Interessent im Modulsystem einzeln auswählen kann, wie z.B.:

  • Rückwärtsfahrassistenz: Für all die Spätberufenen, die sich dauerhaft mit der Rückwärtsfahrt schwer tun. Das Rückwärtsfahren ist mit dem Assistenten nicht mehr schwieriger als das Vorwärtsfahren. Einzig limitierender Faktor könnte eine Wirbelsäulenversteifung im Halswirbelbereich darstellen, die ein Drehen des Kopfes nach hinten unmöglich macht und das Ganze damit zum Blindflug werden lässt. An einer Rückspiegelfunktion mit Seitenkorrektur wird aber aktuell gearbeitet.

  • Einbeinassistent: Hier werden die Kräfte, die sich auf eine Seite verlagern automatisch ausgeglichen, so dass keine Umstellung vom zweibeinigen Fahren zu bewerkstelligen ist.

  • Spurassistenz: Ein exaktes Halten der Spur wird ohne Trainingsaufwand erreicht, heftige Ruderbewegungen der Arme gehören nun der Vergangenheit an und das Fahren auf schmalen Geländern mit rundem Querschnitt wird nicht mehr nur den Profis vorbehalten sein.

  • Sprungassistenz: Der Nutzer braucht nur noch die Anzahl der Europaletten einzugeben und das Einrad mit Fahrer überwindet dieses Hindernis per Autopilot. Sollte die Sprunghöhe von der Euro DiN Norm der Paletten abweichen, so ist die Höhe millimetergenau vom Anwender programmierbar.

  • Auto-Unispin: Digital wird die Gradzahl des gewünschten Unispins eingegeben (180°, 360° etc.). Anschließend springt der Nutzer nur noch senkrecht nach oben, den Rest erledigt der Autopilot.

Die Ausbaustufen des Gerätes werden laufend erweitert und eine Kombination mehrerer Tricks wird im Vorfeld programmierbar und dann automatisch abrufbar sein.
Die Erweiterungen werden als kostenpflichtiger Download angeboten werden, so dass der Nutzer seinen Assistenten immer auf den aktuellen Stand bringen kann ohne neue Hardware erwerben zu müssen.

Zur einfachen Handhabung sind alle Funktionen über eine praktische Fernbedienung, die wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden kann, programmierbar.

Der Preis dürfte letztlich so um die 500 Euro für die Basisversion liegen, je nach Ausbaustufe entsprechend mehr.

Welche Funktionen würdet Ihr noch gerne in dem Assistenten verwirklicht sehen? Schreibt doch einfach mal, was Ihr gerne noch umgesetzt hättet.

Oder denkt Ihr, dass die Serienproduktion eines solchen Assistenten dem Image des individualistischen, etwas Besonderes könnenden Einradlers schaden würde, weil Einradfahren damit definitiv zum Volkssport werden könnte, weil es nicht mehr erlernt werden müsste?
Über zahlreiche Stellungnahmen würde ich mich sehr freuen.
Beste Grüße
Max

Der Ansatz klingt vielversprechend, ist aber m.E. zu kurz gedacht. Bekanntlich hat jeder Einradfahrer mehrere Einräder für die verschiedenen Einsatzbereiche. Daher ist es völlig unergonomisch, eine solche - durchaus hilfreiche - Assistenzfunktion ans Einrad zu koppeln. Viel sinnvoller wäre es doch, den Fahrer durch einen implantierten Chip in Verbindung mit einer Bluetooth-Schnittstelle in die Lage zu versetzen, die gewünschten Bewegungsmuster bei Bedarf zu laden und dann beim Einradfahren abzurufen und anzuwenden.
Das Geschäftsmodell könnte so gestaltet werden, daß man gegen eine monatliche Gebühr die jeweiligen Bewegungsmuster nutzen kann. Natürlich gibt es Rabatte bei langfristigen Abos, und es werden auch Pakete für die jeweiligen Profile angeboten. So kann man etwa ein Trial Paket anbieten, daß neben Springen auch Stillstand, Pedalgrab u.ä. beinhaltet, oder Freestyle Pakete gegliedert nach IUF Skill Levels.
Zu beachten ist die zu erwartende erhöhte Nachfrage nach entsprechenden Bewegungsmustern kurz vor größeren Einradwettkämpfen. So werden sich sicherlich viele Aktive vor einer Unicon noch schnell mit fehlenden Skills eindecken.
Durch Aufbau einer Community können entsprechend geübte Einradfahrer ihre eigenen Bewegungsabläufe speichern und anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Ein entsprechendes Portal muß zentral zur Verfügung gestellt werden. Als Betreiber verdient man natürlich an jedem solchen Community Deal mit, indem ein Teil der Umsätze abgeführt werden muß.

Ich denke eher, dass das Problem ist, das diejenigen die jetzt schon Einradfahren lernen bzw. lernen wollen die Herausforderung im Vordergrund sehen (gemäß dem Motto: Der Weg ist das Ziel). Gerade bei Tricks ist es ja die Herausforderung etwas zu lernen was nicht jeder kann, aber wenn es automatisch geht… naja.

Auf der anderen Seite sind diejenigen, die sich sowieso wenig bis gar nicht fürs Einradfahren interessieren und auch mit diversen Hilfen sich so etwas nicht zulegen werden (einfach weil die Geschwindigkeit auch dann noch gering sein wird).

Interessant find ich persönlich (also ich würds einfach gerne sehen :smiley: ) die Sprungassistenz und den Auto-Unispin. Ich kann mir nur irgendwie nicht vorstellen wie das funktionieren soll :roll_eyes:

Hier könnte man auch noch mit einer Kopierschutzfunktion arbeiten. Für kurzzeitigen Einsatz bleibt das Bewegungsmuster im Chip, kann also nur vom Fahrer ausgeführt werden, solange die Leihfrist für das Bewegungsmuster nicht abgelaufen ist.
Gegen eine nicht unerhebliche Zusatzgebühr könnte der Kopierschutz aber aufgehoben werden, sodaß das Muster jeweils dauerhaft ins Hirn übertragen wird, sobald es einmal angewendet wurde. Am Ende würde der Fahrer dann auch ohne Chip zurecht kommen.

Damit müßte man dann das Einradfahren nicht mehr lernen, sondern man könnte es kaufen, und es wäre hinterher kein Unterschied bemerkbar.

Das ist doch ein Aprilscherz, oder? :astonished:

Bin heute schon auf mindesten einen reingefallen:(

nein, ein maiwitz :roll_eyes:

allerdings fürchte ich das es hugo und yeti durchaus ernst meinen:(

Zu perfekt!

Also mir ist das alles zu perfekt! Daher sollte es noch ein Crashfunktion geben, die gezielt durch den Operator (Einradfahrer kann man ja kaum mehr sagen) aktiviert werden kann. So kann man die Zuschauer irritieren und im Glauben belassen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Vielleicht könnte man zur dezent-effektvollen Steigerung den Kopf des Fahrers (den braucht’s ja eh nicht mehr) so präparieren, dass er dabei samt FullFace davonkullert. :smiley:

Na ja, das ist dann deinerseits wohl ein Aprilscherz, oder? :roll_eyes:

Klar meine ich das ernst. Was denkst denn du? :smiley:

Lol, nicht schlecht. Ich wurde tatsächlich erst beim Sprungassistent stutzig xD
Gruß,

Sven

aber man muss schon sagen, ziemlich glaubwürdig geschrieben das ganze.

:?
Die Kopierfunktion direkt ins Hirn, darf ja gar nicht verwendet werden. Da gibt es schon unzählige Patente darauf. :smiley:

Yetis Vorschläge müssen unbedingt rein

Ich hätte da noch gerne eine Über Wurzel hüpf Funktion eingebaut

der ist bereits in entwicklung :roll_eyes:
im neuen triton rahmen wird ein mittels einer knarre vorspannbarer federmechanismus intrgriert der dann über einen knopf am sattel ausgelöst werden kann. - geht natürlich nur einmal und muss dann wieder aufgezogen werden;)

Ich wurde stutzig, als geschrieben wurde, dass er mit seinen Bruder scho Jahre dran arbeitet, was erstaunlich ist, da Maximilian, wenn ich das in anderen Threats richtig gelesen hab erst vor kurzem aufs Einrad gekommen ist, trotzdem echt gut geschrieben und ich habs erst gerafft als ich zufällig auf den Kalender geschaut habe:D

ich habs mir schon bei der Überschrift gedacht=)

Vielen Dank für die zahlreichen Ergänzungs- und Verbesserungsvorschläge. Ich werde die Konzeption des Assistenten überarbeiten und erweitern und Euch das Ergebnis am 1.4.2011 vorstellen…