Einrad und Doping

In letzter Zeit kocht das Thema Doping im (Fahr-)Radsport ja mal wieder hoch. Wie steht es damit eigentlich beim Einradfahren? Bisher ist das bei Wettkämpfen kein Thema und es gab meines Wissens auch noch nie entsprechende Kontrollen. Das schließt natürlich nicht aus, daß es trotzdem Fälle von Doping geben kann.
Folgende Fragen möchte ich gerne zur Diskussion stellen:

  • Bringt Doping beim Einradfahren etwas? Zumindest bei Langstreckenrennen würde ich diese Frage mit ja beantworten. Bei den anderen Disziplinen bin ich mir nicht sicher.
  • Kann man darauf vertrauen, daß Einradfahrer nicht dopen, einfach weil der Sport (bislang) völlig unkommerziell ist und man mit wettkampfmäßigem Einradfahren kein wirkliches Geld verdienen kann?
  • Sollte man Maßnahmen ergreifen, um Doping beim Einradfahren zu unterbinden, oder besteht dazu derzeit kein Bedarf? Dabei ist zu bedenken, daß solche Maßnahmen (insbesondere Dopingkontrollen) Geld kosten und von irgend jemandem finanziert werden müssen.
  • Wie wird mit diesem Thema bei anderen nichtkommerziellen Sportarten umgegangen? Damit meine ich nicht Sportarten wie z.B. Fußball auf lokaler Ebene in unteren Spielklassen, sondern Sportarten ohne breites öffentliches Interesse auf nationaler oder internationaler Ebene.

Viele Grüße,
Wolfgang

A very good topic for discussion, in any language. I like to think that Unicyclists are too honest for doping to be required, and like you said, there is not a huge gain in using performance enhancing drugs.
I do think that it is something to think about in the future. Sorry for replying in English, Ich spreche nicht Deutsches.

Hello muzzle,

no problem with the language. I am able to handle English as well. But I don’t know about all the others in this forum. So there’s a chance the discussion will become limited.

Frankly I don’t think unicyclists are more honest than other people. Currently just the primary motivation for doping, i.e. money on stake, is missing. From a results perspective I actually can imagine faster leaps, higher jumps, and more powerful hockey games due to doping. So no reason for an overenthusiastic competitor not to think about doing it.

I know people performing other disciplines in a non commercial way who dope just for their own satisfaction and gaining better results in competitions without any monetary impact.

Additionally I am sure that there are unicyclists who consume medicines or drugs for medical or addict reasons that have nothing to do with unicycling or sports at all, but that would nevertheless disqualify them based on the anti doping rules used in other kinds of sport.

Kind regards,
Wolfgang

Ich finde das scheiss epo könnte mal ein bisschen billiger werden. Ich bezahle mir hier n halbes vermögen für meine monatliche dosis…

Sollen wir zusammenlegen und für dich sammeln?

Und jetzt, wo den medizinischen Betreuern der Radsportteams die Kunden wegbrechen, sollten sie doch ein offens Ohr für Preisverhandlungen haben …

doping im einradsport würde den allermeisten gar nichts bringen. weil doping alleine nichts hilft du musst auch entsprechend trainieren. mit einem oder 2 trainings pro woche nützen die meisten dopingmittel soviel ich weis praktisch nichts. hab das natürlich abgeklärt sonst liese ich mich schon lange spritzen.
würde sagen das in praktisch allen sparten eine leistungssteigerung mit verbessertem und vermehrten training viel einfacher zu erreichen ist als mit doping. jedenfalls in den bereichen rennen,hockey,basketball und auch im Muni trial bereich. freestyle kann ich nicht urteilen da ich das nie selbst gemacht habe aber denke da siehts ähnlich aus.

mfg

dr. iten

-> ich bin gedopt <-

ich glaubs kaum dass einradfahrer dopen, weil wie du schon gesagt hast der sport voll unkommerziell ist.

vll würde doping was für die kondition bringen was dann schon einiges z.B bei trial bringen würde Bei langstreckenrennen würde es bestimmt was bringen weil ist ja eigentlich das gleiche wie rennrad

Nur zur Info für alle, die sich über diesen Beitrag wundern: das war die Antwort auf einen Beitrag in dem sich ein Spaßvogel darüber ausgelassen hat, daß “das scheiss epo […] mal ein bisschen billiger werden” könnte. Inzwischen hat derjenige seinen Beitrag wieder gelöscht (was ich für eine kluge Entscheidung halte), so daß meine leicht sarkastische Antwort darauf etwas in der Luft hängt.

Doping bringt doch eigentlich nur was für Kraft und Ausdauer oder??? Also würden nur Rennen und vielleicht Hoch- und Weitsprung betroffen sein. Die meisten anderen sachen die man so auf dem Einrad macht sind ja kaum von den Muskel abhängig sonder eher von der Koordinationsfähigkeit und vorallem von der Übung
Ich kann mir kaum vorstellen das im Amateursport jemand dopt, vorallem wenn die Preisgelder die Dopingausgaben nicht decken können.

Natürlich wird auch beim Unicycling gedopt! Glaubt mal nicht, dass die Leute nur aus finanziellem Interesse dopen. Bei den Volks-Marathons müsste man bestimmt 20% der Läufer aussortieren, weil sie verbotene Substanzen im Blut haben. Es muss ja nicht immer Erythropoetin sein - es reichen doch auch Ephedrin, Coffein, THC!
Bisschen müde vor dem Rennen --> 2 Becher Kaffee --> Doping!
Bisschen öde vorm Freestyle --> Tütchen gebastelt --> Doping!
Bisschen Husten --> Codein --> Doping!

Und warum sollten Einradfahrer “ehrlicher” sein als Breitensport-Marathonläufer? Ich finde keinen Grund.

Liebe Grüße.

Der Hein

Im Prinzip stimme ich dir zu. Aber beim Kaffee sollten wir die Kirche im Dorf lassen. Ich glaube nicht, daß es eine Sportart gibt, in der Kaffeetrinken als Doping gewertet wird.

Viele Grüße,
Wolfgang

Also ich glaub die Streeter/Trialer sind potential die Gefährdedsten Fahrer. Die müssen halt ordentlich bechern, damit die mit dem Alkohol ihre Schmerzgrenze ziemlich nach unten fahren um nicht die Hosen voll zu haben, weil mal wieder ne Pedale droht gegens Schienbein zu deppern. Wer da Straight Edge ist, hat wohl ziemlich gelitten.
Wir wissen schließlich doch alle, dass unter alkoholisiertem Zustand unispins mit 180° mehr als sonst üblich plötzlich machbar sind.

Aber wenn man Alkohol auf die Liste von Dopingmittel setzt und dann alle Einradfahrer rausnimmt, die das nicht konsumieren, bleiben ja nur die Leutchen unter 13 übrig. Ich bin dafür Alkohol daher für den Einradsport zu legitimieren, sollten einmal Dopingkontrollen eingeführt werden.

Ich glaube die Diskussion darüber ist erst interessant, wenn Einradfahren im Fernsehen übertragen wird. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn wir nochmal darüber diskutieren :wink:

Okay, lassen wir einen Teil der Kirche im Dorf. Habe gerade gesehen, dass Coffein nicht mehr international geächtet ist:

"Coffein - seit dem 1.1.2004 nicht mehr als Dopingsubstanz ausgewiesen

Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) hat Coffein von der Dopingliste genommen, es wird aber weiterhin beobachtet. Die bisherigen folgenden Informationen zu Coffein und zum Doping-Reglement sind somit nicht mehr gültig und haben nur noch historische Bedeutung.

Coffein

Bis Ende 2003 wurden im Sport Dopingverstöße mit Coffein bekannt. Da ein positiver Coffeinbefund auch durch den Genuss von coffeinhaltigen Getränken wie z.B. Kaffee möglich war, sollteten Athleten die folgenden Informationen und Empfehlungen (s. weiter unten) unbedingt beachten.

Warum wurde Coffein auf die Dopingliste gesetzt?
Aufgrund der guten Nachweisbarkeit der Stimulanzien wurde in den 80er Jahren in zunehmenden Maße versucht, stimulierende Wirkungen durch hohe Coffein-Dosen zu erreichen. Das IOC reagierte daraufhin und deklarierte Coffein als verbotene Substanz (Gruppe der Stimulanzien), deren Anwendung für den Wettkampf verboten ist. Um den Genuss von coffeinhaltigen Getränken aber nicht vollständig einzuschränken, wurde für Coffein ein Grenzwert im Urin festgelegt.
Der Coffein-Grenzwert beträgt
12 µg/ml Urin. "

Und eben diesen Grenzwert erreicht man mit 2 Tassen starken Kaffes innerhalb einer Stunde.

So. Kluggeschissen.

Hein

net schlecht herr hein

ich finde so ein vodka-energy hilft ganz gut beim trialen. ich bin 3 stufen das erste mal unter mittleren bis starken alkoholeinfluss gestanden.

Druckmaster, ich denke es wird langsam Zeit für Dich. Du solltest Dein Vergehen öffentlich gestehen.

Das macht man gerade so… :smiley:

mmmhhh ich sollte glaub ich mehr trinken, unispin hat bei mir bisher noch nicht geklappt. Aber ich fahr meistens schon am frühen Nachmittag und muss danach noch was für die Uni machen, ungünstig.

Ich bin noch nie mit Alkohol im Blut Einrad gefahrn :smiley: habs mir aber vorgenommen, das mal zu probiern :slight_smile: gg

aber Kiffen dürfte genau so gut wirken. Is ja auch kurzzeitig leistungs und koordinationssteigernd. So konnte z.B. jemand auf einmal wieder Coasten, nachdem er was geraucht hatte^^. Den Namen sag ich jetzt besser nich :stuck_out_tongue:

Kannst du für dieses Zitat eine Quelle angeben?

Viele Grüße,
Wolfgang

Ist eine Erfahrung wert, ohne daß ich dich jetzt - insbesondere unter Anbetracht deines Alters - dazu ermuntern möchte, das auszuprobieren.

Ich habe mal mit ein paar Leuten eine “wissenschaftliche” :smiley: Studie gemacht: mit wieviel Alkohol geht noch was auf dem Einrad? Bei mir war es so, daß sich sehr schnell Ausfälle gezeigt haben. Beendet habe ich das Experiment dann, als ich nach ca. 3 1/2 Bier (1 Bier = 1/2 Liter; ja, ich stamme aus Bayern) Schwierigkeiten hatte, aufzusteigen. Den anderen ging es auch nicht viel besser. Ein Teilnehmer hat dann noch die Erfahrung gemacht, daß Alkohol und Einrad unangenehme Langzeitwirkungen haben kann: er hat sein Einrad vollgekotzt und das hat ein paar Tage später immer noch gestunken.
Fazit: Jonglieren mit Alkohol geht prima, Einradfahren zumindest bei mir nicht.

Viele Grüße,
Wolfgang

Also ich denke das wir nicht Dopen. Jedenfalls nicht um bessere Leistung beim Einradfahren zu bringen. Erstens bringt es uns nichts, da keine Gelder fließen und 2. kann man es deswegen nicht bezahlen. Das Einige von uns mal Kiffen und damit Substanzen im Blut haben die auf der Dopingliste stehen ist denke ich auch keine Geheimnis, aber sie Kiffen auch nicht um besser Einrad zu fahren.
Außerdem bringt Doping nur was wenn man auch dementsprechend trainiert und wer von uns kommt schon auf mehr als 5 Einheiten die Woche. Das natürlich über längere Zeit. In meiner haupt Marathontrainingsphase habe ich das geschafft, aber die war auch nach 3 Wochen vorbei. Länger hätte ich das nicht durchgehalten, weil ich auch noch ander Dinge im Leben erledigen muss. Solange ich für den Sieg im Marathon keine 10.000€ bekomme wird das auch so bleiben.