Die Eigenschaften eines Tricks?

Hallo

und wieder habe ich ein höchst interessantes theoretisches Thema für uns. Was sind die Eigenschaften eines Tricks? Ich fang mal an, ich wünsche mir gerne eure Ansichten dazu:

  • Der [B]Trick-Name[/B], das ist noch einfach
  • Eine [B]Beschreibung[/B], eine Bewegungsbeschreibung des Tricks
  • Die [B]Biomechanik[/B] des Tricks. Wann wirken welche Kräfte?
  • Die [B]Schwierigkeit[/B] des Tricks, das ist ein Thema für sich!
  • Beziehungen zu anderen Tricks (siehe Trixionary, etwa 1ft Wheel Walk) - Variationen, als Tricks die Variationen des eigentlich Tricks sind - Transitions, Übergänge in den Trick hinein und heraus - Funktional ähnliche Tricks, die sich im Lernen anschließen oder als Voraussetzung begünstigen
  • Der [B]Antrieb[/B] - [I]Pedalling[/I], also über die Pedale antreiben und treten - [I]Walking[/I], das Einrad über den Reifen antreiben - [I]Kinetischer Impuls[/I], ich liebe diese Beschreibung, Tricks die durch einen Impuls in Bewegung gebracht werden und enden, sobald diese Energie erloschen ist (Gliding & Coasting) - Gibt es hier noch andere?
  • Die [B]Antriebs-kraft-übertragung[/B], sind es die Hände oder die Füße oder gar etwas ganz anderes.

Gibt es noch weitere Eigenschaften? Gibt es noch andere Ausprägung meiner genannten Eigenschaften?

gossi

Sag das bloß nie deinem Physiklehrer! :astonished:

Dann halt dissipiiert :wink:
Immer dieses Rumgereite auf 1.-HS-konformer Sprechweise…

Für’n Hausgebrauch ist die Energie halt “weg”.

Die Bewegungslehre der Sportmotorik teilt Bewegungen in Phasen ein. So gibt es Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase einer sportmotorischen Handlung/Bewegung. Jede dieser Phasen dient einem Ziel. Die Vorbereitungsphase schafft möglichst gute Bedingungen (z.B. Aufbau ausreichender Geschwindigkeit/Energie) für die Hauptphase. In dieser wird das Handlungsziel umgesetzt. Die Endphase dient der Nachbereitung der Hauptphase (z.B. Wiederherstellen des Gleichgewichts). Diese Einteilung kann für die Bewegungsbeschreibung hilfreich sein. Man könnte dann sogar ein “Technikleitbild”, also die Beschreibung der optimalen Ausführung, für einen Trick erstellen.

Beachten sollte man, dass diese Einteilung für azyklische Bewegungen (die häufigere Bewegungsform bei Tricks) gilt. Bei zyklischen Bewegungen verschmelzen Vorbereitungs- und Endphase zu einer Zwischenphase. Diese wechselt sich fortlaufend mit der Hauptphase ab.

Jeder der sich intensiv mit Bewegungsbeschreibungen beschäftigt, sich Tricks in dieser Phaseneinteilung gedanklich vorstellt, wird für die Praxis davon profitieren. Nur wer eine Vorstellung von dem hat was er tun möchte, weiß worauf er hinarbeiten muss. Eine gute Bewegungsvorstellung ist der erste notwendige Schritt einen Trick zu erlernen.

Viel Spass beim Beschreiben der Tricks, ich selbst kann keinen, fahr “nur” MUni. :slight_smile:

evtl. die optimale Sattelhöhe. z.B. zum Springen niedriger, beim Pendeln eher höher…
Das ist aber vielleicht auch noch von persöhnlichen Vorlieben abhängig.

Hmm, also sowas wie das Setup?

Eigentlich schon. Beispielsweiße halte ich einen Reifen der Breite 3.0 mit Geländeprofil für Pirrouetten eher ungeeignet, Ebenso auch für`s einbinig Fahren mit Fuß auf der Gabel, eine runde Gabel. Oder auch Springen/Muni mit dünnem Reifen:D

Ich verstehe deine Punkte, sie leuchten mir ein und ich finde sie richtig. Allerdings fehlt es mir noch an der Einordnung. Wo und wie packen wir die hin? Sind sie direkte Eigenschaft des Tricks? Oder ist das ne Disziplinspezifische Zuordnung des Setups? Ich glaub schon das man ne Pirouette auf nem Trial schafft, man muss es nur ordentlich aufpumpen g. Aber ja, natürlich ist ein Freestyle Setup dazu besser geeignet. Ist das Setup also mehr eine Empfehlung? Betrifft es das ganze Einrad, Freestyle Setup oder nur einzelne Teile, etwa eine eckige Gabel im Einbein Beispiel nun?

Vielleicht könnte man es unter Beschreibung einfügen. Ob es einzelne Teile oder das ganze Einrad betrifft kann ich leider nicht beurteilen (hatte erst ein Luxus; kaufe mir jetzt aber ein besseres). Einfacher wäre es aber die Einradklassen anzugeben; weil ein Freestyler wahrscheinlich kein 3.0 Reifen oder andersrum auf seinem Einrad hat. Allerding bliebe dann noch das Problem mit der Sattelhöhe.

Nein, die Sattelhöhe ist eine subjektiv abhängige Einstellung. Ich kann sogar auf meinem Freestyle (38er Longneck mit 75mm Cranks) nen Crankflip machen, obwohl es auf nem Flat-Einrad bestimmt einfacher ginge. Das würde das ganze wieder entkräftigen, allerdings wird es auf einem 36" Schlumpf im zweiten Gang doch schon eher wieder unmöglich, dann kommt es wieder auf die Biomechanik an. Da wird Newton sagen, mit genug Schwung…
Ich denke, aus der Bewegungsbeschreibung und den Biomechanischen Kenngrößen lässt sich das setup “ablesen”. Wird es also dadurch implizit mit beschrieben?

Auch bin ich mit dem Ausdruck Antriebs-Kraft-Übertragung eigentlich ziemlich unglücklich. Vielleicht, sollte man das eher einfach nur Antrieb nennen, und den oberen Antrieb, Fortbewegung.
Beispiele:
Antrieb: Hände, Fortbewegung: Walking => Hand Walk
Antrieb: Füße, Fortbewegung: Pedalling => Fahren, 1ft, Rodeo, …
Antrieb: Hände, Fortbewegung: Kinetischer Impuls => Handgliding, lovely.
Antrieb: Knie, Fortbewegung: Hopping => ?
Ich könnte jetzt mit den Knien auf den Pedalen oder auf dem Reifen hüpfen, da fehlt noch der Ort der Übertragung. Allerdings ist der bei Walking und Pedalling implizit mit dabei. Als Fortbewegung müsste es also sowas wie Hopping und Wheelhopping geben. Andererseits ist das auch weniger eine Fortbewegung, als eine Stationäres verhalten (in den meisten Fällen).
Vorschläge hierfür, wie man das ordnen könnte?

Mir ist noch was eingefallen. Und zwar die Wichtigkeit. Die ließe sich sogar berechnen. Und zwar handelt es sich dabei um die Anzahl der Beziehungen. Nimmt man die Transitions weg (deren anzahl irgendwo fast im unendlichen liegt), und zählt man dann die restlichen Verbindungen zusammen, kommt man auf die Wichtigkeit. Man könnte jetzt noch überlegen, diese Zählung bis in den x-ten Grad fortzusetzen oder bis auf den Anfang (der Ursprung aller Beziehungen ist das normale fahren).
Was die Wichtigkeit damit ausdrückt: Da dieser Trick mit sehr vielen anderen in Beziehung steht, ist also das Bewegungsmuster auf viele andere Tricks übertragbar oder ähnlich. Der Tricks symbolisiert dann bei hoher Wichtigkeit also einen Meilenstein im Tricklernen. Denn beherscht man ihn ergeben sich viele Beziehungen zu weiteren Tricks, die sich durch ein ähnliches Bewegungsmuster sehr schnell erlernen lassen.

  1. man kann mit einem voll aufgepumpten Muni(20x2,25) eine pirouette machen(cranc flip mit schlumpf hätt ich wirklich gern ausprobiert aber man hat es mir gestohlen^^)

  2. mir fehlt sowas wie statisch/während dem fahren weil für mich ist “fortbewegung” etwas bei dem man wo anders endet als man beginnt (wenn man nur bewegung sagt ist das was anderes)

ja, das fehlt mir auch ein bisschen, die Fortbewegung beim Hüpfen ist ja meistens dann doch nur hoch-runter, vlt. noch ein bisschen weite, wenn es eine rolling hop variante ist. Ja, das ist eigentlich die Fortbewegung, dennoch ist es wirr, das so zu nennen. Bewegung wäre aber auch falsch, als dass es nicht das komplette Fahrer-Einrad System zwingend beschreibt, es könnten damit auch nur einzelne Parts beschrieben werden, Arme, Schultern, Hüfte, etc.
Vielleicht würde ja Bewegungsart passen. Bessere Vorschläge werden aber mit offenen Armen entgegen genommen.

Ein anderer Ansatz, der mir nun eingefallen ist, adaptiert aus der Leichtathletik bzw. dem Joggen/Laufen. Die Hauptkinetoren, hintere Oberschenkelmuskulatur und auch die Wadenmuskulatur, bringen die Bewegung voran, sie erzeugen die kinetische Energie.

Also statts Antrieb, könnte man hier von Kinetoren sprechen und damit weiter arbeiten.

Es gibt noch eine weitere Trick-Eigenschaft: Transition mit den Ausprägungen ja, nein und möglicherweise. Ich erkläre die 3 mal eben:

nein - Gliding. Gliding ist keine Transition also nein
ja - Gliding to Standgliding ist eine Transition.
möglicherweise - Ein Unispin. Ein Unispin kann als eigener Trick gefahren werden, oder aber als Transition benutzt werden: Seat out with 180 unispin to Standwalk.

Wie gerade in die Schwierigkeit eines Tricks eingeworfen ist die Bewegungsrichtung auch als eine Eigenschaft eines Tricks zu werden, mit den Ausprägungen vorwärts, rückwärts, hoch-runter, still (stand). Gibt es noch andere?

So, ich setze meinen Monolog mal fort :slight_smile:

Wie hier (http://einradfahren.de/index.php?module=mod_news&action=view&news_id=160) nebenbei entdeckt, kann ein Trick eine Komposition aus mehreren Tricks sein. Ist ein Trick eine Komposition, so müssen für diesen Trick die Komponenten angegeben sein.

Beispiel:
Hickflip: Er besteht aus einem 180° unispin und einem Crankflip.
360° unispin: Er besteht aus 2 * 180° unispin.

Eine Komponente wiederum kann auch eine Komposition sein:
Treyflip: 360° unispin (Komposition) + Crankflip.

ok ein beispiel dass überhaupt nichts damit zu tun hat aber trotzdem relevanz hat kommt aus afrika, ein team aus Ö hat ein einrad mitgehabt aber kein werkzeug, also hat das kleine afrikanische kind nur wheel walken lernen können weil es nicht zu den pedalen gekommen ist.

Daher man braucht normal fahren für fast nichts(ausgenommen einbeinig fahren)

Ich kenn auch 2 leute die vorher springen konnten bevor sie fahren konnten. Insofern ist normal fahren nicht wichtig!

und in welchem zusammenhang passt das nun?

Transition mit den Ausprägungen ja, nein und möglicherweise. Ich erkläre die 3 mal eben:
nein - Gliding. Gliding ist keine Transition also nein
ja - Gliding to Standgliding ist eine Transition.
möglicherweise - Ein Unispin. Ein Unispin kann als eigener Trick gefahren werden, oder aber als Transition benutzt werden: Seat out with 180 unispin to Standwalk.

Also diese Einteilung finde ich reichlich unsinnig!

Gliding wäre meiner Meinung nach auch ein Fall für “möglicherweise” es kann nähmlich als einzelner Trick verstanden werden und wäre dann definitiv keine Transition oder man benutzt diesen Trick als übergang zwischen fahren und Standup-gliding, dann ist er eine Transition.

Dann bin ich aber auch der Meinung, dass man jeden Trick (wenn auch mehr oder minder gut) als Übergang zwischen zwei andere bauen kann!!!