Der Krampf mit dem Aufstieg auf Tourenräder

Ab und zu bekomme ich beim Aufstieg auf dem 29" nen Wadenkrampf.
Ok,ok, ja ich bin zu unsportlich, trainiere zu wenig usw.

Aber ich denke mal das könnte auch einem gut durchtrainierten passieren wenn er nach längerer Strecke einen Aufstieg (bergauf) macht.

Vermutlich liegt es (auch) an der Aufstiegtechnik. Wer eine Zeitlang nicht trainiert und das Toureneinrad wieder aus dem Keller kramt ist wohl dankbar eine Aufstiegstechnik zu können die das abstoßende Bein nicht so belastet.

Ja es geht um den Balance/Aufstieg aus dem Stand. Da man das aufsteigende Bein kaum belasten darf ( damit das Rad nicht zurück rollt), muss man sich entsprechend stark einbeinig vom Standbein abstoßen.

Da meine ich, es gibt da eine Technik die es auch erlaubt mehr Gewicht in das aufsteigende Bein zu geben.
Es gab mal ein Video von Wolfgang wie er kraftsparend auf das 36" Rad steigt.

Kann da jemand kleine Tips geben. ( Ausser “mehr trainieren”)

Alles Wissenswerte zu dem Thema steht in [THREAD=80228]diesem Thread[/THREAD]. Und ja, man kann aufsteigen, völlig ohne das abstoßende Bein zu belasten. Auch auf große Räder.

Ja , danke. Da hab ich ja sogar selbst gepostet. Der Threadtitel lässt da zunächst vermuten dass es dort nur um 36" geht.

naja, fast. Ich komme gut mit Rolling Mount zurecht. Da wird das abstoßende sehr wenig belastet. Jump Mount kann ich nur mit kleinem Rad, bei den großen übe ich noch und fühle mich da mit step up mount besser, schaffe es dann aber oft nicht loszufahren (zu wenig Spannung, da hilft tatsächlich nur trainieren.) und stolper wieder vom Rad.:wink:

Ich bin gerade sehr am Kämpfen und wollte noch mal nachfragen, bevor ich mir was falsches antrainiere.
Mein rechtes, stärkeres Bein stell ich auf das Pedal, welches zu mir zeigt und ich springe mit dem schwächeren linken Bein ab.
Wenn man die rechte Kurbel so stellt, dass sie parallel zur Gabel ist, kann man relativ viel Druck darauf ausüben, ohne dass das Einrad ausbricht.
Es kommt nicht so sehr auf das Abspringen an, sondern darauf, dass man mit dem rechten Bein auf das Pedal drückt und gleichzeitig mit der Hüfte über den Sattel einen Gegendruck aufbaut, so dass man nicht wegrollt und man den Körperschwerpunkt über das Einrad schiebt.
Ein leichter Schubser nach vorne ist hilfreich und das Rad sollte möglichst wenig nach hinten wegrollen.
Hab ich das so richtig verstanden?
Ich besorg mir jetzt erst mal ein 20’’ und dann ein 24’’ Einrad von Bekannten zum Üben, auf meine 29’’ komm ich momentan im Leben nicht drauf. Die Höhe macht irgend wie Angst und die Kraft fehlt wohl auch noch.
Ich versuch jetzt aber auch möglichst viel mit dem 29’’ Strecke zu fahren um sicherer und fitter zu werden.

Stefan

Dann kann es passieren, dass der Pedaldruck dazu führt dass das Rad gleich nach vorne fährt ( wegschiesst). Denn der Schwung nach vorne kommt noch dazu, denn sonst kommt der Schwerpunkt nicht über die Nabe. Also muss das Pedal etwas mehr zum Körper hin.

Dieser Punkt wo das Pedal/Kurbel stehen muss ist wohl individuell verschieden, je nach Körpergröße und abhängig davon wie stark der Impuls ist den man dem Rad beim Aufstieg mitgibt.

So ging es mir mal (dieses Jahr) beim rolling mount. Deswegen hab ich keinen Mut mehr den zu machen. Da hatte ich Gegenwind konnte nicht losfahren und landete auf allen vieren vorne auf dem Asphalt.

Keiner kann immer gleichmäßige genaue Anlaufschritte machen, also ist die Pedalposition beim Rolling Mount immer anders. Ist man dann oben angelangt so hat man die Füße schlecht auf den Pedalen und den Podex schief auf dem Sattel. Bis man alles korrigiert hat ist man schon wieder unten.

Beim direkten Aufstieg ist wenigstens ein Fuß gut platziert.
Vom Kraftaufwand ist aber der Rolling Mount wesentlich einfacher.
Schön wäre ein Aufstieg mit den Vorteilen von beiden Varianten.

Ich hab gestern mal am Randstein geübt, da muss man nicht so hoch hinauf und das Rad kann nicht nach hinten wegrollen.
Ich sitz dann oben, die Kurbel waagrecht und komm einfach nicht nach vorne los, wirklich zum Verzweifeln. Zwei mal hat´s aber geklappt.
Doof ist, dass man, wenn man auf Laternenpfähle angewiesen ist, viel mehr Angst vor nem Abgang hat, da das Aufsteigen einen viel größeren Aufwand bedeutet und man fährt viel verkrampfter.
Ich glaub auch, dass ich noch zu viel Körpergewicht auf die Pedale statt auf den Sattel habe.
Wie gesagt nehm ich jetzt mal das 20‘‘ Einrad und vielleicht platzt ja mal der Knoten.

Stefan

Na ja der Aufstiegsknoten ist bei mir auf 20" und 24" inzwischen geplatzt. Bei 29" und 36" bin ich ne Lachnummer.

Und das nach 3 Jahren Einradfahren!

Da hast du eindeutig zuwenig Schwung nach vorne
Versuche erst einmal etliche (10-50) Male den Aufstieg zu simulieren.
Also mit dem 2. Fuß ÜBER das Pedal steigen und vorne wieder auf den Boden landen.
Damit bekommst du das Gefühl für den nötigen Schwung.
Es gibt da auch ein Video dazu.
Eine andere Möglichkeit ist: Aufsteigen und ein paar Hüpfer machen und dann erst los fahren.
Das Hüpfen ist sowieso eine gute Vorübung für den Aufstieg.
Also: fahren - stoppen - hüpfen - weiterfahren

Danke, genau das wollte ich hören :roll_eyes:

Ich mach heut erst mal Pause, damit sich die Beine etwas erholen können.
Ansonsten gilt es halt, einfach nicht mehr runter zu fallen und immer weiter Fahren:)

Stefan

Nicht falsch verstehen. Ich komme garantiert aufs Rad. Die Frage ist nur, mit welcher Technik und nach wie vielen Versuchen.

Und ganz wichtig: Das hat mich nie davon abgehalten, fleissig weiter zu fahren. Also immer schön dran bleiben!

Nachtrag: Letztendlich habe ich genau das gemacht, was du vor hast: Möglichst keinen ungewollten Abstieg. Das Problem dabei ist, dass man dadurch viel zu wenig den Aufstieg übt - und das ist ein Grund für meine Probleme. Die Katze beißt sich da also in den Schwanz. Inzwischen habe ich weniger Panik vor Abstiegen, mit dem Resultat, dass sich meine Aufstiege auch ganz langsam verbessern.

Danke für die Tips, das wird schon noch, bin ja ganz neu im Geschäft.
Ich fahr jetzt zweigleisig. Einmal nach dem Motto “Oben bleiben” mit 29’’ und dann noch Aufsteigen üben mit 20’’.

Stefan

ich hab jetzt nicht den ganzen thread gelesen, aber wieso steigt man überhaupt mit einem großen Rad bergauf auf?..bergab aufsteigen und mit rollendem rad bergauf drehen

Hä? Wer spricht hier von bergauf? :thinking:

wunderschön beschrieben, diese Gedanken habe ich jedesmal :slight_smile:

Dann wünsche ich mir wohl die eierlegende Wollmilchsau, deswegen sicher so wenig Antworten. Naja heute klappten plötzlich die (aus dem Stand) Aufstiege gut.

Aber bei der kleinsten Steigung geht nichts mehr. Dann heisst es solange vor oder zurücklaufen bis es einigemaßen eben wird.
Geht es Dir da auch so ?

Da Steigungen im Berlin-Brandenburger-Raum recht spärlich gesät sind, findet sich immer eine relativ ebene Stelle.
Wenn ich frisch und noch keine 20km in den Beinen habe klappt es auch an leichten Steigungen noch ganz gut.
Falls der Weg schmal und holprig ist, mache ich auch gern ein rolling mount, auch auf die Gefahr hin, daß ich die nächsten 100m mit dem Hacken auf der Pedale fahren muß. So geschehen letzten Samstag, bis zu dem Huppel, wo ich aus dem Sattel steigen mußte und dann die Beinlänge nicht mehr reichte (bums) :roll_eyes:

Bergauf ist kritisch. Bei mir geht es direkt aus der Hofeinfahrt raus erstmal bergauf (oder bergab, je nachdem wie ich abbiege :D). Grade wenn ich lang nicht gefahren bin brauch ich da auch durchaus mal bis zu 5 Versuche - und das obwohl ich normalerweise mit dem Aufstieg aufs 36er kein Problem (mehr) habe.
Sprungkrafttraining vom feinsten.
Ich kann mich auch noch gut an die Tour de Hohehnlohe erinnern, wo ich mitten am Berg aufgrund einer Unachtsamkeit abgestiegen bin - und dann verzweifelt versucht habe wieder frei aufs Rad zu kommen. Irgendwann nach 20 Versuchen oder so (Yeti war schon außer Sichtweite :D) hab ich dann doch aufgegeben und hab hochgeschoben.
Wäre ich alleine unterwegs gewesen hätte ich runtergeschoben - denn inzwischen kommt es für mich nicht mehr in Frage einen Berg hochzuschieben, der eigentlich fahrbar wäre.