Bremsgriff

Hallo,

ich möchte mir einen Bremsgriff für mein erstes Muni bauen.
Das ist an sich kein kompliziertes Teil, nur dachte ich, vielleicht gibt es Punkte, die man im Gegensatz zum Starfighter oder dem Plasteding anders oder sogar besser machen könnte.

Hier mal zwei Renderings:

Sieht für mich ok aus. Aber was ist der Vorteil gegenüber Starfighter oder Spooner? Gegenüber dem Spooner fällt mir spontan das Material ein (dabei unterstelle ich, daß du das Teil aus Metall bauen willst), da der Spooner erfahrungsgemäß nicht sonderlich robust ist. Und sonst?

Als möglichen Nachteil sehe ich scharfkantige Teile (z.B. die Brücke mit den beiden Schrauben drin), die man so bauen sollte, daß man sich daran nicht verletzt.

Es geht mir nicht darum, das die käuflichen Lösungen nicht gut sind, sondern mein Geldbeutel meint einfach, ich sollte das doch selber machen.
Es ist also nicht als Kritik zu verstehen…

Wenn sich deine Konstruktion bewährt und du es schaffst, diese für deutlich unter 20€ zu produzieren, dann hätte ich auch gerne ein paar davon.

Ich auch, ich auch!
Wie soll denn die Unterseite aussehen? Ich könnte mir vorstellen, dass etwas Profil die Bedienung mit feuchten Fingern erleichtert.

T- Form

Ich hab mir da auch schon Gedanken darüber gemacht.

Mein Wunschgriff sähe wie ein T aus und genügend breit, dass man mit 4 Fingern, also 2 links und 2 rechts greifen könnte.

So denke ich werden müde Finger der Vergangenheit angehören bei langen Downhills und wenn… kann der Handwechsel gut während der Fahrt vorgenommen werden.

Hier ein Bild von unten. Ich habe da noch einen Wulst hinzugefügt, der macht das Ding aber auf einmal noch aufwendiger. So ein Teil müsste man eigentlich gießen. Werde ich für mich erstmal weglassen.

Bezüglich eines breiten T-förmigen Griffes binn ich mir nicht im klaren, ob das die Bremshebel auf Dauer mitmachen. Fährst du zufälligerweise so eine old-school Felgenbremse (sorry)? :wink:

Der Griff jetzt ist 50m breit, das reicht für drei Finger.

<a href="<a href=“http://s7.directupload.net/images/140723/g3gd39nr.jpg[/IMG]”]">http://www.directupload.net">[IMG

+1

Das wiederum dürfte ein wenig zu breit sein. Da bleibt man ja rechts und links an den Bäumen hängen. :astonished:

Der Starfighter ist, so viel ich den Bildern entnehmen kann auch etwa 50mm breit, so zwischen 45-50 (=pi*Schnauze).

oldshool

Also ich fahr eine Magura HS11

Ist das Oldschool ?

ja mega old-school :smiley: daher kommen auch die Fingerschmerzen der Ultralong-Downhills. Das ist mit guten Scheibenbremsen dann gefrühstückt.

Also ich finde die Form des Spooners nahezu ideal und fahre das Ding jetzt an mindestens 3 verschiedenen Bremshebeln (alte HS33 Raceline, alte HS11 und neue HS33) und bin zufrieden.
Wegen der unterschiedlichen Hebelquerschnitte habe ich meist etwas Schaumgummistreifen eingelegt bis es gepasst hat. Wenn der Spooner wg. unterschiedlichen Krümmungen am Hebelende nicht passen wollte, habe ich den Hebel mit Flex und/oder Schleifbock passend gemacht.

IMHO könnte er ein bisschen mehr geriffelt und aus Vollmaterial sein, denn auf die paar lächerlich dabei gesparten Gramm durch die Stegkonstruktion im Inneren kommt es sicher nicht an. Ein Spooner zeigte schon kurz nach dem Montieren einen kleinen Riss auf der Fingerseite in Längsrichtung, aber da hat sich seit 1+ Jahr nix geändert.

Wenn ich den wg. Nichtmehrverfügbarkeit oder Preis (schon arg) selbst nachbauen müsste, würde ich das wohl auch erst mal mit Gießharz probieren. Ggf. den Bremshebel gleich mit eingießen.

in jedem baumarkt gibt es so 2k kunststoff knetmasse. man knetet zwei verschieden bunte knetmassen zusammen die dann modeliert werden können und aushärten. damit kann man prima individuelle spooner um den bremshebel kneten. ist nicht meine erfindung aber sehe ich immer mehr scheint gut zu halten und ist ergonomisch unschlagbar und passt an jeden bremshebel :slight_smile:

Danke für den Knetmasse-Tipp! Der macht meiner Alu-Idee gerade mächtig Konkurrenz, da es so einfach und auch günstig ist. Es gibt das sogar mit Metallzusatz.

Gibt es Erfahrungswerte wie spröde diese Knetmasse wird? Insbesondere wäre es interessant, ob so eine Bremsgrifferweiterung bricht wenn das Einrad mal hinfällt und darauf aufschlägt.

Mit Erfahrungswerten kann ich leider nicht dienen, aber hier in diesem Prospekt stehen auch ein paar Daten zur Härte etc.
http://www.weicon.de/pages/de/download/prospekte/WEICON%20Repair-Sticks.pdf

Zur Biegefestigkeit leider nicht…

ja hab mich auch gefragt wie lang das hält,
hält aber viel mehr als man denkt und ich hab noch nie gesehen das es wegbröselt. ich glaube greenkarl hat sich auch so was gebastelt…

Eigenkonstruktion

Ich habe selber eine Bremshebelerweiterung gebaut, da ich nicht nur eine größere Auflagefläche, sondern auch eine Hebelerweiterung haben wollte. Mit 64g ist diese Konstruktion zwar nicht ganz leicht, dafür ist sie sehr stabil.

Die Erweiterung bewährt sich nun schon seit Monaten:

Ich kann auch im steilsten Gelände mit nur einem Finger entspannt bremsen. Bei mehrstündigen Touren bekomme ich keinen Krampf im Finger. Durch die Senkungen auf der Unterseite, kann man auch nicht abrutschen. Ich kann mit meiner Erweiterung auch dosierter und mit mehr Gefühl bremsen.

LG AXXI

Den Bremshebel habe ich so fest angeschraubt, das der er sich bei einem Sturz leicht verdrehen kann. Durch das Nachgeben, verbiegt sich nichts. Beim Bremsen ist der Hebel fest genug angebracht.

Um die Imbusschraube auch im Eingebauten Zustand leicht verstellen zu können, um die richtige Einstellung zu finden, habe ich am Ende der Schraube mit der Eisensäge einen Schlitz geschnitten. Zum anderen Ende mit dem Imbus kommt man ja im eingebauten Zustand nicht mehr dazu.

LG AXXI