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Old 2010-02-21, 03:16 PM   #1
kaskaderos.com
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Rollwiderstand Reifen Theorie/Praxis

Die Theorie besagt:
"Bei gleichem Reifendruck hat ein dicker Reifen weniger Rollwiederstand als ein dünner Reifen"

Deswegen werden die dünnen Rennradreifen mit einem höheren Druck gefahren ca. 11 Bar.

Was ist aber wenn man einen dicken Reifen mit 8 Bar(120PSI) hat?
24x2.1 und 26x2.1 beide mit 8 Bar.

Laufen die dann leichter als ein dünner Reifen?
Hat das von euch schon jemand in der Praxis getestet?
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Old 2010-02-21, 04:48 PM   #2
From the Woods
reads trails rather than books
 
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Die Theorie besagt:
"Bei gleichem Reifendruck hat ein dicker Reifen weniger Rollwiederstand als ein dünner Reifen"
Ist das wirklich so? Mir kommt diese Aussage jetzt etwas komisch vor, weil bei allen Sportarten, die mir gerade so einfallen, eine schmale "Lauffläche" wegen dem niedrigeren Widerstand verwendet wird. So haben zB Rennrollen von Inlineskates ein spitz zulaufendes Profil, damit weniger Fläche aufliegt und somit weniger Widerstand da ist.

Ich könnte mir höchstens noch vorstellen, dass dabei der Widerstand pro cm³ (oder eine beliebige andere Fläche) oder so gemeint ist, der ist bei einem breiten Reifen natürlich wesentlich kleiner, weil sich das Gewicht auf eine größere Fläche aufteilt. Dadurch dass, aber gerade mehr aufliegt bremst es natürlich auch wieder insgesamt mehr als ein dünner Reifen.
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Beschleunigungen werden in m/s^2 gemessen. m^2/s gibt vielleicht die Arbeitsgeschwindigkeit eines Fließenlegers an, aber sicher keine Beschleunigung. (Yeti)
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Old 2010-02-21, 07:39 PM   #3
ansgar
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Ich hab dazu folgendes im Internet gefunden:
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Originally Posted by http://www.rad-reise-service.de/rennradreifen.html
Alleskönner auf Asphalt

Leicht rollen soll er, kontaktfreudig, verschleißfest, komfortabel und durchschlagsicher sein. Außerdem noch wenig wiegen und einen starken Eindruck machen. Rennradreifen sind Multitalente. Aber kann ein Reifen alle geforderten Eigenschaften in sich vereinen?





In den 1990er Jahren konnten Rennradreifen gar nicht schmal genug sein. 18 mm war das Maß aller Dinge. Dass die schmalen Röhren immer bis zum Luftdrucklimit aufgepumpt sein müssen, um nicht durchzuschlagen und schon auf rauem Asphalt die Grenze des Erträglichen erreicht war, wurde kaum beachtet.


Gewichtseinsparung, Luftwiderstandsreduzierung und scharfe Optik standen im Mittelpunkt der Überlegungen. Auch hinsichtlich des Rollwiderstands wähnte man sich im Vorteil. Mitnichten, denn ein dicker Pneu rollt bei gleichen Spezifikationen (Luftdruck, Karkassenaufbau, Gummimischung etc.) leichter als ein dünner.



Jedem das seine


Inzwischen weiß man zu differenzieren. Auf das richtige Maß für den jeweiligen Einsatzzweck kommt es bei Rennrad-Reifen an. Für Profis, die im Peloton ihr Brot verdienen, hat Pannensicherheit ohnehin Vorrang vor Gewicht und Spielereien. Nur bei Zeitfahrmaschinen gibt es noch eine Tendenz zu extrem schmalen Reifen. Hobbyradsportler achten neben der Pannensicherheit zunehmend mehr auch den Komfortaspekt. Aus gutem Grund. Denn ein um 2-3 bar geringer aufgepumpter 25er Rennrareifen hat einen deutlich spürbaren Komfortgewinn gegenüber einem 20er, der entsprechend härter gefüllt ist. Und, ganz wichtig: Er rollt dabei ebenso leicht.


Die Markttendenz ist eindeutig: Die "Dicken" liegen voll im Trend. Fast alle Hersteller bieten leistungsstarke "Komfort-Pneus" an. 23er sind der zeitgemäße Standard. Aber auch 25 und 28 mm Rennrad-Bereifung ist im Angebot. Der große Vorteil der dicken Rennschlappen: Sie können an die Straßenbeschaffenheit angepasst werden. 5-6 bar für raue Beläge, Kopfsteinpflaster usw. 3-5 bar mehr, wenn es über glatten Asphalt geht. Die Grenze des Machbaren im Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort liegt bei 28 mm Querschnitt. Die passen in einige Rahmen gerade eben noch rein. Allerdings ist bei den meisten schon bei 25 mm Schluss.
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Kommentar zu einem Einradfoto (MUni) in meinem VZ-Album: "Warum nicht? Ich finde auch, wir haben alle viel zu wenig Action und nasenblutenverursachenden Spaß in unserem Leben "
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Old 2010-02-21, 08:29 PM   #4
Eiserne Hand
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Die Aufstandsfläche von dünnem und dickem Reifen sind gleich: bei dünnem Reifen lang und schmal, bei dickem kürzer dafür breiter. Dafür sinkt der dünne Reifen weiter ein, wird also mehr gewalkt. Deswegen hat er einen höheren Rollwiderstand. Gleicher Aufbau der Reifen immer vorausgesetzt.

Ein gleich dicker Reifen auf kleinerer Felge sinkt tiefer ein als der baugleiche Reifen auf grösserer Felge.

Da man diese Reifen (RR, 24 und 26*2.1) niemals baugleich bekommt und wenn, die dicken Reifen bei diesem Druck wahrscheinlich von der Felge springen würden wird das auch niemand in der Praxis erfahren können.
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Old 2010-02-22, 08:52 AM   #5
kaskaderos.com
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Danke Ansgar für die Ausführlichen Infos.

Der 24x2.1 und der 26x2.1 sollen ja nicht mit einander verglichen werden.
Sondern der 24x2.1(8 Bar) mit einem 26x23 (10 Bar).

Habe den 24x2.1 gerade auf gezogen und auf 8 Bar aufgepumpt. Ist echt geil ;-) der Läuft wie Hölle.... nur bei 8 Bar eben ohne Komfort.
Problem für Einrad Rennen, er hat leider einen Durchmesser von 62mm :-(

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Originally Posted by Eiserne Hand View Post
Da man diese Reifen (RR, 24 und 26*2.1) niemals baugleich bekommt und wenn, die dicken Reifen bei diesem Druck wahrscheinlich von der Felge springen würden wird das auch niemand in der Praxis erfahren können.
Kein Angst, die springen nicht runter, die sind für 8 Bar ausgelegt.
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Last edited by kaskaderos.com; 2010-02-22 at 08:54 AM.
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Old 2010-02-22, 11:48 AM   #6
Eiserne Hand
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Der 26*23mm hat weniger Rollwiderstand.
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Old 2010-02-22, 11:51 AM   #7
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Originally Posted by Eiserne Hand View Post
Der 26*23mm hat weniger Rollwiderstand.
Sagst du das pauschal, oder auf was ist diese Aussage Begründet?
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Old 2010-02-22, 12:08 PM   #8
Eiserne Hand
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Man kann nur baugleiche Reifen theoretisch miteinander vergleichen. Praktisch geht eben nur mit Prüfstand oder anderem Aufwand. Subjektive Werte liegen oft weit daneben, zB. werden Slicks generell als besser rollend eingestuft als welche mit Profil obwohl das nicht immer stimmt.

Weshalb mM die dickeren Reifen schlechter Rollen: damit dicke Reifen einen hohen Druck vertragen, müssen sie robuster gebaut werden. Dementsprechend muß mehr gewalkt werden.

Quelle: alles aus irgendeinem alten Test aus der Tour, die damals mM. nach die ersten waren die nachgewiesen (oder veröffentlicht) haben, das breitere Reifen besser rollen.


Was für Hochdruckreifen hast du? "Saalsport"-Reifen?

Last edited by Eiserne Hand; 2010-02-22 at 12:10 PM.
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Old 2010-02-22, 01:15 PM   #9
kaskaderos.com
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Nein, BMX-Reifen.
http://www.kaskaderos.com/Reifen-KHE...120PSI-schwarz

Da es ein Faltreifen ist, ist die Wandstärke nicht dicker, sollte auch nicht mehr gewalkt werden.
Da auf Tartanbahn (die nachgibt) gefahren wird, ist evtl. der "Dicke" mit 8 Bar gar nicht so schlecht.

Werde versuchen mal nen Test zu organisieren und zwei Laufräder bauen die identisch sind.
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Old 2010-02-22, 04:04 PM   #10
Yeti
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Originally Posted by kaskaderos.com View Post
Da auf Tartanbahn (die nachgibt) gefahren wird, ist evtl. der "Dicke" mit 8 Bar gar nicht so schlecht.
Hier spielt es sicherlich eine Rolle, daß der Reifen sich eine Furche in die Tartanbahn drückt und die Auflagefläche eben nicht einfach eine Ebene ist, sondern die Tartanbahn den Reifen teilweise umschließt. Ich hab mal schematisch aufgemalt was ich meine, damit man sich das vorstellen kann (im Bild habe ich die Eindrucktiefe drastisch übertrieben, damit man auch was sieht). Ob das nun für den schmalen oder den breiten Reifen spricht, weiß ich nicht. Aber irgend einen Effekt hat es bestimmt.

Name:  Tartanbahn.png
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Size:  2.37 MB
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Wolfgang

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Originally Posted by some mountain biker
War für mich sowas wie eine Yeti-Sichtung. Hätte nie gedacht, daß das geht ...
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Old 2010-02-22, 04:48 PM   #11
kaskaderos.com
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Wenn ich an Wasser und Verdrängung denke, könnte der Dicke einen Vorteil beim "versinken" in der Tartanbahn haben, oder?
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Old 2010-02-22, 05:11 PM   #12
Unicycler94
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Denke ich nicht, da ja eigentlich nichts verdrängt wird.
Aber beim dicken Reifen ist ja mehr Platz vorhanden, auf den das Tartan wirken kann (Druck von den Seiten beim "eingesunkenen" Reifen).
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Old 2010-02-22, 06:02 PM   #13
Eiserne Hand
schraubt gerne
 
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Ich vermute, daß auf der Tartanbahn der dickere Reifen leichter rollt. Weil er nicht so tief einsinkt.

Ähnlich wie auf Sand ein Reifen mit sehr viel Volumen im Vergleich zu einem dünneren.
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Old 2010-02-22, 06:03 PM   #14
bbraf
Unicycling the Swiss Alpes one day
 
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Age: 51
Posts: 276
Rollwiderstand ist nicht die einzige wesentliche Kenngrösse

Für ein Renneinrad würde ich das 26"x1.0" Rad bevorzugen!
Denn neben dem Rollwiderstand spielt auch das Gesamtgewicht des Rades eine entscheidende Rolle (für 26" gibt es schöne leichte Rennfelgen, es gibt sie auch als 28 Speichenrad)

Hier der Link zu einem umfassenden Vergleich von Rollwiderständen.

Etwas nach unten scrollen. Die Masse der Reifen sind als ETRTO Werte angeben.
xx-559 sind 26" Reifen, xx-451 sind 24" Reifen und xx-406 sind 20" Reifen.
__________________
Hasta luego,
Franz

I unicycle, therefore I am.

Last edited by bbraf; 2010-02-22 at 06:04 PM.
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Old 2010-02-22, 06:33 PM   #15
Dida
...
 
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Location: Regensburg(Germany)
Age: 32
Posts: 231
Ich glaube nicht, dass sich beim Einrad der Rollwiderstand so eine große Rolle spielt. Das Gewicht des Reifens macht wohl viel mehr aus. Ich hab auf meinem 29er schon verschiedene Reifen getestet. Der Schwalbe Big Apple 29x2,35" fühlt sich beim fahren sehr träge an und bei Kurven muss ich deutlich langsamer werden. Dagegen mit dem sehr leichten Continental sport contact 28x1,4" lässt sich das Rad sehr leicht beschleunigen und man kann Kurven mit höherer Geschwindigkeit fahren. Dafür stören einem beim fahren Unebenheiten mehr. Ich weiß allerdings nicht, ob der dünne Reifen wirklich schneller ist, oder ob mich der kleinere Raddurchmesser täuscht.
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Tags
reifen, rollwiderstand, theorie or praxis


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